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Achille Demagbo

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Achille Demagbo
Achille Demagbo.jpg
Geboren 1980
Parteibuch Alternative für Deutschland
Beruf Dolmetscher
Twitter @Achille_Demagbo

Achille Demagbo (* 1980) ist ein beninischer Sprach­wissenschaftler, Konferenz­dolmetscher und Übersetzer sowie Politiker der Alternative für Deutschland in Deutschland.

Über Achille Demagbo

Achille Demagbo ist Mitglied des Landesvorstands der AfD Schleswig-Holstein, Landes­beauftragter seiner Partei für Zuwanderungs- und Integrations­politik. Seit elf Jahren lebt er in Deutschland, hat vier Kinder, er liebt das Land, schätzt Kant[wp] und Hegel[wp] und Nietzsche[wp], in der Schule las er Max Frisch[wp]. Sein Studium hat er sich mit Teller­waschen finanziert. Und er ist "stolz auf Deutschland", seine zweite Heimat. Er sagt, dass viele Migranten wert­konservativ seien wie er, dass sie die Familie achten und Fleiß und Ordnung, das hat er von seinen Eltern mitbekommen, die beide Schul­direktoren waren. Er hält es für eine Anmaßung der Linken und der Grünen, wenn sie für die Migranten sprechen.[1]

Positionen

Zitat: «Ich würde nie in einer fremden­feindlichen Partei Mitglied werden, aber jetzt mal umgekehrt: Welche rassistische Partei würde einen Schwarzafrikaner in den Vorstand wählen?» [1][2]
Zitat: «Die Deutschen sind nicht fremden­feindlich. Ganz im Gegenteil, die Deutschen schätzen jeden, der hier lebt und die demokratischen Werte Deutschlands schätzt.» [3]
Zitat: «Demagbo hält es für sinnvoll, wenn in dieser Debatte auch die Einwanderer, die Teil der deutschen Gesellschaft geworden sind, sagen können, welches Einwanderungs­recht sie sich wünschen. "Dies hätte ich den Schülern des Kopernikus-Gymnasiums gerne erklärt", sagt er und bedauert, dass es mittlerweile in Deutschland möglich sei, "durch das Schüren von Hass einen offenen Diskurs an einem deutschen Gymnasium zu verhindern. Das ist eine Niederlage der Demokratie". Bargteheides Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Abel ist ebenso enttäuscht, denn sie wollte mit vier Flüchtlingen, drei Eritreern und einem Syrer, zu der Veranstaltung kommen. Demagbos Erfahrungen als schwarzer Einwanderer hätten sie bestimmt interessiert. Und Gabriele Abel erinnert sich angesichts dieser Entwicklung noch an ganz andere Zeiten: "Ich komme aus dem Osten Deutschlands und weiß, was es heißt, wenn Meinungen unterdrückt werden."» [4]
Angesichts der aktuellen Diskussion, den Begriff "Rasse" aus dem Wortlaut von Artikel 3 des Grundgesetzes zu streichen und durch den Begriff "rassistisch" zu ersetzen (um durch diese Begriffszensur der Wirklichkeit einen linken Deutungsrahmen aufzuzwingen), stellt sich die Frage nun auch auf parlamentarischer Ebene, ob die Bundesrepublik tatsächlich ein "rassistisches" Land ist. Lobbyistisch organisierte "People of Color"[wp] hierzulande und Black-Lives-Matter-Aktivisten, eng verzahnt mit internationalen Linksextremen wie der "Antifa" und Trump-Gegnern, bejahen dies vehement. Doch es gibt auch schwarze Deutsche, die dies völlig anders sehen.

Zum Beispiel der AfD-Politiker Achille Demagbo, beruflich als Dolmetscher erfolgreich und 2003 aus Benin in Deutschland eingewandert. In der AfD war er bereits zwei Jahre Mitglied, bevor er 2015 die deutsche Staatsbürgerschaft erhielt. Im Webmagazin "Flinkfeed" gab Demagbo ein aufschlussreiches Interview zur gegenwärtigen Situation in Deutschland, wie er sie als gebürtiger Afrikaner erlebt. Von einer latent "rassistischen" Stimmung im Land ist ihm - als Angehörigem der Gruppe, die davon betroffen sein müsste - bezeichnenderweise nichts bekannt.

Anders als die meisten von der gegenwärtigen Stimmung aufgewiegelten Schwarzen empfindet Demagbo die Frage "Woher kommst du?" in keiner Weise als rassistisch. Ganz im Gegenteil sei diese Frage "zuallererst ein Zeichen für Neugier und Interesse, sogar oft für Sympathie", und somit zutiefst menschlich. Demagbo wörtlich: "Ich kann gar nicht zählen, wie oft mir diese Frage in Afrika gestellt wurde. Eigentlich kannte ich diese Frage aus Afrika, weil Afrika kulturell sehr vielfältig ist." Vor allem von Migranten, weniger von Deutschen werde er hierzulande nach seiner Herkunft gefragt.

Entschieden stellt Demagbo eines fest: Deutschland ist kein strukturell rassistisches Land. Er sei hier noch nie Rassismus begegnet, sondern verurteilt eine grundfalsch verstandene Toleranz, die zu diversen gesellschaftlichen Problemen und zu System-Missbräuchen durch Zuwanderer führt. Die Unterstellung von SPD-Chefin Saskia Esken, in der deutschen Polizei gäbe es einen "latenten Rassismus", hält er für nicht belegt. Esken solle Beweise dafür liefern; "mir ist sowas nicht bekannt", so Demagbo.

"Rassismus ist keine Einbahnstraße"

Dass es hingegen umgekehrten Rassismus gegen hier geborene Deutsche gäbe, sei keine Spekulation, sondern eine Tatsache. "Rassismus ist keine Einbahnstraße", so der AfD-Politiker, der auf den Fall des Frankfurter ICE-Mordes vom Juli 2019 verweist, bei dem hat ein Eritreer eine deutsche Frau und ihren 8-jährigen Sohn auf die Bahngleise gestoßen hatte; das Kind starb. Diese Tat, so Demagbo, lasse sich durchaus als rassistisch motiviert bezeichnen.

Die Schieflage der öffentlichen Wahrnehmung gilt, wie Demagbo feststellt, auch auf internationaler Vergleichs­ebene. Dass etwa in Südafrika eine besorgnis­erregende rassistische Bewegung an Zulauf gewinnt, wird hierzulande kaum thematisiert. In den letzten zweieinhalb Jahrzehnten sind bereits über 70.000 weiße Südafrikaner durch die verbrecherische links­radikale Organisation EFF ("Economic Freedom Fighters"[wp]) unter der Komplizenschaft das "African National Congress"[wp] (ANC), einst die politische Bewegung Nelson Mandelas[wp], teilweise bestialisch ermordet worden.[5] Hundert­tausende sind mittlerweile aus ihrer lange angestammten Heimat geflohen. "All das findet beinahe unbemerkt von der deutschen und europäischen Öffentlichkeit statt", entrüstet sich Demagbo.

Und niemand der "Black Lives Matter"-Bewegung hat solche Gräueltaten auf dem Schirm - dafür wird ein einzelner durch exzessive Polizeigewalt getöteter Verbrecher zum Märtyrer eines all­gegen­wärtigen Rassismus umgemünzt. "Der BLM-Protest in den USA ist für mich nichts anderes als eine traurige politische Manipulation gegen den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump", so Demagbo.

Und abschließend gefragt, wie er als Schwarzer in der AfD aktiv sein könne, wird er geradezu zornig: "Die Leute, die mein Engagement in der AfD für einen Widerspruch halten, sollten zuerst einmal versuchen, die Programmatik der AfD zu sichten. Ich habe diese Art von Stigmatisierung satt, die einfach die zunehmende Verblödung der deutschen Gesellschaft darstellt."
- JouWatch[6]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Matthias Matussek: Partei im Aufruhr: Ein Schwarzafrikaner hält die Stellung bei der AfD, Die Welt am 24. Mai 2015 (Achille Demagbo ist ein aus dem west­afrikanischen Benin stammender Sprach­wissen­schaftler und Konferenz­dolmetscher, der zu den Gründungs­mitgliedern der AfD in Kiel gehört.)
  2. Youtube-link-icon.svg Achille Demagbo ist AfD-Beisitzer im Landesvorstand Schleswig-Holstein - heuteplus (15. März 2016) (Länge: 2:42 Min., ab 1:08 Min.)
  3. Youtube-link-icon.svg Achille Demagbo ist AfD-Beisitzer im Landesvorstand Schleswig-Holstein - heuteplus (15. März 2016) (Länge: 2:42 Min., ab 2:02 Min.)
  4. Linke Angst vorm schwarzen Mann, Sichtplatz am 12. April 2015
  5. Siehe auch: Farmmorde in Südafrika
  6. Achille Demagbo: Deutschland ist kein strukturell rassistisches Land, JouWatch am 15. Juni 2020

Netzverweise