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Gendersprech

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Information icon.svg Zum Thema Gender wurde ein ganzer Strauß an Begriffen erschaffen, ohne sie genau zu definieren. In WikiMANNia steht Genderismus für die Ideologie (wie etwa Feminismus oder Kommunismus), Gender Mainstreaming für die politische und Gender Studies für die (schein)wissenschaftliche Etablierung der Gender-Ideologie in der Gesellschaft, sowie Gendersprech für die Verankerung in der Sprache mit den damit verbundenen Sprachmanipulationen. (Siehe auch: Fachbegriffe des Genderismus)
Mutter heißt ab sofort: Das Elter[1]
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Hauptseite » Sprache » Sprech » Gendersprech

Gendersprech (auch: Genderwelsch) ist eine Wortkreuzung aus "Genderismus" und "Neusprech", einem Begriff aus dem Roman "1984" von George Orwell, in dem die Dystopie eines totalitären Überwachungs- und Präventions­staates im Jahre 1984 dargestellt wird.

Gendersprech bezeichnet pejorativ die politisch korrekten Sprach­regelungen des Genderismus, wie beispielsweise die Abschaffung der Begriffe Frau, Mann, Mutter, Vater und Eltern.

  • frau (kleingeschrieben)[2]
  • Mitgliederin[3]
  • Kinderkrankenschwesterin[4]

Die USA schaffen ganz offiziell die Begriffe Mutter und Vater ab. Auf neuen Passformularen heißt es ab Februar 2011 statt Mutter und Vater "Parent One" und "Parent Two".[5][6][7]

Kritik

Die immer weiter reichenden Forderungen nach einem politisch-korrekten Gendersprech lässt bereits gewissen Sarkasmus aufkommen. Dies auch in "Junge Welt", einem explizit linken Magazin:

Zitat: «Noch deutlicher wird das Problem, wenn man sich die Namens­gebungen bei Waffen (häufig Namen aus dem Tierreich) etwas genauer anschaut. Namhafte Sprach­profiler weisen darauf hin, daß es oft nicht ausreicht, das Geschlecht der Waffe zu ändern. Hier geht es auch um tiefgreifende Sympathie- und Image­probleme, die grund­sätzlichere Korrekturen erfordern. Sinnvoller wäre es in diesen Fällen, eine Radikalkur zu verordnen und die komplette Tierfamilie, Tierart oder sogar die Tiergattung auszutauschen. So könnte der Kampfjet F-18 Hornet[wp] in Biene Maja, Kampfpanzer Leopard[wp] in Mieze-Katze, Pussy Cat oder Muschi umbenannt werden und aus Euro-Hawk[wp] könnte so die Euro-Amsel werden. Das alles natürlich in Absprache mit dem Tier­schutz­bund und den zuständigen Behörden.»[8]

Argumente der Gendersprech-Befürworter

  • Sprache als Spiegel gesellschaftlicher Strukturen. Sprache spiegelt die patriarchalischen Strukturen einer Gesellschaft. Die Dominanz von Männern gelangt in Struktur und Vokabular einer Sprache zum Ausdruck. Da Sprache hierdurch die Voraussetzung für den Fortbestand der Diskriminierung von Frauen schafft, muss sie modifiziert werden. Die Modifizierung der Sprache ermöglicht einen Wandel des Bewusstseins im Sinne eines Hinwirkens auf eine Gleichstellung der Frauen.[9]
  • Sichtbarkeit von Frauen. Frauen sind in der konventionellen Sprache vielfach "unsichtbar". Vor allem in der Verwendung des generischen Maskulinums ("Studenten") sind Frauen lediglich "mitgemeint", sie werden unter die männliche Form subsumiert. Modifikation von Sprache im Sinne des Gendersprechs dient der "Sichtbarmachung" von Frauen in Texten. Dies geschieht etwa durch durch grundsätzliche Ergänzung der weiblichen Form (Studenten und Studentinnen).[10]

Argumente der Gendersprech-Kritiker

  • Sprachökonomie. Kritiker des Gendersprechs wenden ein, dass es zu einer unnötigen Verlängerung von Texten führt, wenn konsequentes "Splitting" durchgeführt wird. Beispiel: "Ein/e Arzt/Ärztin sollte seinen/ihren Patienten und Patientinnen zuhören." Daher plädieren sie im Interesse einer knappen Darstellung aus sprach­ökonomischen Gründen für die Verwendung des generischen Maskulinums.
  • Verständlichkeit. Gendersprech-Kritiker vertreten die Auffassung, gegenderte Texte seien schwieriger zu verstehen. Beispiel: "Den begründeten Wunsch der Patientin oder des Patienten, eine weitere Ärztin oder einen weiteren Arzt zuzuziehen oder einer anderen Ärztin oder einem anderen Arzt überwiesen zu werden, soll die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt in der Regel nicht ablehnen."[11]
  • Sprachlogik. Befürworter des generischen Maskulinums wenden ein, dass es Fälle gibt, in denen diese grammatische Form unverzichtbar ist. Etwa in dem Satz "50 % aller Österreicher sind Frauen". Würde man sagen "50 % aller Österreicher und Österreicherinnen sind Frauen" so wäre dies a) falsch, da Männer keine Frauen sind und b) tautologisch[wp], da Österreicherinnen selbstverständlich Frauen sind.
  • Kritik an der Verwendung von substantivierten Partizipien. An Universitäten wird heute vielfach der Begriff "Studierende" verwendet, um damit Studenten zu bezeichnen. Das substantivierte Partizip wird kritisiert mit dem Argument, von einem Studierenden könne man streng genommen nur dann reden, wenn ein Student aktuell auch wirklich am Studieren sei, weshalb es "demonstrierende Studierende" nicht geben könne.[12]
  • Sichtbarkeit von Frauen. Die Behauptung, Frauen seien in konventioneller Sprache unsichtbar, wird in Frage gestellt. Es sei in keiner wissenschafltichen Studie zweifelsfrei nachgewiesen worden, dass Frauen bei Verwendung des generischen Maskulinums eine geringere "mentale Repäsentanz" bei Lesern oder Zuhörern hätten.[13] Außerdem sind in generischen Begriffen auch die Männer nur "mitgemeint".
  • Gleichsetzung von Genus und Sexus. "Genus" bezeichnet das sprachliche Geschlecht und "Sexus" das biologische. Befürwortern des Gendersprechs wird vorgeworfen, sie würden die Differenz zwischen Genus und Sexus negieren. Dies seien aber unterschiedliche Kategorien und das sprachliche Geschlecht könne nicht pauschal gleichgesetzt werden mit dem biologischen. Man verweist auf Wörter wie "der Mond", "die Gieskanne", "der Anspruch", bei denen keinerlei Korrelation zwischen Genus und Sexus bestehe.
  • Überbetonung des Geschlechtlichen. Kritiker des Gendersprechs empfinden das Splitting (Aufführen der männlichen und weiblichen Form) als redundant. Die Gruppe der "Wähler" beispielsweise bezeichne Menschen, die ein Wahlrecht wahrnehmen. Der expliziten Hinweis darauf, dass auch Frauen in der Gruppe der Wähler beinhaltet sind durch Verwendung der Formulierung "Wähler und Wählerinnen" wird als redundant empfunden, da die Kategorie des Geschlechtlichen in diesem Kontext nicht relevant sei.
  • Ästhetik. Vielfach werden von den Kritikern des Gendersprechs auch ästhetische Überlegungen artikuliert. Gendersprech wird als unschön und stilistisch wenig elegant empfunden.
  • Einbindung in die Gender-Mainstreaming-Strategie. Das Bemühen um eine "geschlechter­gerechte Sprache" ist im Zusammenhang mit dem wesentlich umfang­reicheren Gender-Mainstreaming-Programm zu sehen. Darin wird die ideologische Basis für die vorgeschlagenen Sprach­modifikationen gelegt. Die undemokratische Art der Einführung "gender­sensibler" Sprach­vorgaben und die ihnen zugrunde liegende Welt­anschauung ist Gegenstand der Kritik.

Gendersprech ist ausgrenzend

Ich habe einmal erlebt, wie eine Referendarin Schülern und Eltern - so wie das in einigen Zirkeln linker Identitätspolitik üblich ist - vor fast allem anderen erst einmal ihre bevorzugten Pronomen ("sie/ihr") mitgeteilt hat. Nun unterrichte ich an einer Schule mit einem sehr großen Anteil von Kindern, deren Familien einen Migrationshintergrund haben oder die von Sozialhilfe leben. Solche Eltern haben neben sprachlichen Problemen oft erhebliche Schwellenängste der Schule gegenüber

Gerade für diese Eltern ist es aber kaum einzuschätzen, welche Funktion die Information über die bevorzugten Pronomen erfüllen soll - ob sie selbst irgendetwas Entscheidendes am Schulalltag verpasst oder nicht verstanden haben - oder ob sich die Lehrerin möglicherweise gar über sie lustig macht.

Das fehlt den Vertreterinnen der gender­politisch korrekten Sprache fast durchgehend: Sie kommen nicht einmal auf die Idee, zumindest mit der Möglichkeit zu kalkulieren, dass die von ihnen als "inklusiv" angesehene Sprache tatsächlich exkludierend ist. Gegenüber Menschen aus nicht-akademischen Milieus erfüllt diese Sprache nämlich ganz eindeutig eine Funktion als Distinktions­merkmal[wp].

Die sprachlichen Manöver der sozialen Abgrenzung werden dadurch noch exklusiver, dass sich die jeweils als korrekt geltende Version der "geschlechter­gerechten Sprache" fortlaufend ändert, von Doppel­nennungen zu Binnen-Is oder Unterstrichen mit einem Seiten­schlenker über Hornscheidts "Profx" hin zu Gendersternchen, die in jüngerer Zeit mit einer kurzen Atempause gesprochen werden[14] - als wäre "Lehrer*innen" irgendwie ein Gegenstück zu "Lehrer außen".

Es reicht für Menschen aus einem nicht-akademischen Milieu, das von linker Identitäts­politik unberührt ist, also nicht einmal aus, sich irgendwann einmal intensiv in die gender­politisch korrekte Sprache einzuarbeiten - sie müssen auch fortlaufend Angst haben, etwas Wichtiges zu verpassen und einen Fehler zu begehen, der dann heftige moralische Vorwürfe provoziert. Könnte Bourdieu[wp] sein wichtiges Werk "Die feinen Unterschiede" noch fortsetzen, dann würde er hier sehr viel ergiebiges Material finden.

– Lucas Schoppe[15]

Gendersprech ist diskriminierend

In der Frankfurter Allgemeinen beschäftigt sich Heide Wegener, die Germanistische Sprachwissenschaft an der Universität Potsdam lehrte, mit dem Genderdeutsch:

Zitat: «Ich bin kein alter weißer Mann und ich habe keine Macht zu verlieren, ich fürchte auch nicht um die deutsche Sprache, die wird das Gendern heil überstehen. Aber ich freue mich über Anglizismen. Denn die erlauben es, Männer und Frauen gleichermaßen als Star, Fan, User, Follower, Freak, Teenager, Gamer, Single etc. zu bezeichnen, und niemand schreit, hier sei die Frau unsichtbar, werde nur mitgemeint, und dies sei ein Zeichen für die Unterdrückung der Frau.

Wenn wir aber englische Maskulina problemlos geschlechts­übergreifend gebrauchen, warum dann nicht auch deutsche? Warum werde ich auf Deutsch mit dem in-Suffix oder Gendersternchen auf Selbstverständliches hingewiesen, sodass allein das schon Unmut auslöst? Denn Gendern nervt.»[16]

Wegener gelangt zu folgendem Fazit:

Zitat: «Man kann gespannt sein, wie lange es dauert, bis Gendern auch in Deutschland überwunden ist, bis Frauen und Männer sprachlich gleich behandelt werden. Es könnte noch dauern, weil den Genderformen durch Leitfäden von Unis und Behörden "nachgeholfen" wird. Ein Verbot würde die Opfer­feministen aber nur noch bestärken, es ist auch gar nicht nötig: Genderdeutsch erledigt sich genau wie die oben erwähnten Mittel sexistischer Hervorhebung oder auch das Pronomen frau, das völlig untergegangen ist, von allein. Den Genderern, die jetzt mit geradezu missionarischem Eifer Druck ausüben, wird es nicht leichtfallen zuzugeben, dass sie eine sexistische Sprache entwickelt haben und dass sie anderen in der Entwicklung einer diskriminierungs­freien Sprache hinterherhinken. Schließlich müssen all die Leitfäden umgeschrieben werden.»[16]

Gendersprech gegen Juden

Die FU Berlin beseitigt den Begriff "Juden" und verballhornt ihn im Zuge des gerade unter Akademikern um sich greifenden Gender-Irrsinns zu "J_üdinnen". Damit machen die Genderisten ganz im Sinne Hitlers die Auslöschung des Wortes "Juden" nun auch verbal komplett.

Es gibt viele Gründe, Menschen, die sich für Gerechtigkeit einsetzen, grund­sympathisch zu finden. Denn von Anbeginn ist es die Idee von Gerechtigkeit, die den Maßstab jeden menschlichen Zusammen­lebens definiert. Betrachtet man aber dieser Tage Versuche in diese Richtung durch die Schaffung neuer Wortformen, drängen sich Fragen auf: Wo sind die Grenzen dieser Entwicklung? Soll Sprache für Gerechtigkeit in Gegenwart und Zukunft sorgen - und: Muss sie das auch für die Vergangenheit?

Worüber sich nicht debattieren lässt: Unpassende Vergleiche und Geschmack­losig­keiten im Zusammenhang mit der Ermordung von sechs Millionen Juden durch Deutsche sind zu vermeiden. Auf Raub von Besitz und Heimat folgte die Vernichtung.

Rassistische Forschung

Manche Opfer des Nationalsozialismus mussten nach ihrer Ermordung der Forschung dienen und wurden nicht ordentlich bestattet. So ging es Opfern des Verbrechens der Straßburger Schädel­sammlung, aber auch jenen, die nach ihrer Ermordung zu "Forschungs­zwecken" in das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik (KWI-A) an die Ihnestraße 22 in Berlin-Dahlem verbracht wurden. Die wissenschaftliche Einrichtung stand Anfang der 40er Jahre unter der Leitung von Otmar Freiherr von Verschuer in engem Austausch mit dem Genetiker und SS-Arzt Josef Mengele in Auschwitz. Die Liegenschaft gehört heute der Freien Universität (FU). Unlängst wurden verscharrte sterbliche Überreste von Opfern aufgefunden, worauf ein Forschungs­projekt ins Leben gerufen wurde, um dieses düstere Vergangenheits­kapitel akribisch aufzuarbeiten.

Der hochkarätig besetzte wissenschaftliche Beirat verheißt seriöse Forschungs­ergebnisse. Auf der Homepage des "Projekts Ihnestr. 22" ist zu lesen: "In der Ihnestr. 22 forschten Wissenschaftler_innen schließlich auch an den Körpern von Personen, die in national­sozialistischen Vernichtungs­lagern und Heil­anstalten ermordet wurden. Insbesondere Sinti_zze und Rom_nja, J_üdinnen, schwarze Personen und Menschen mit Behinderung fielen den Arbeiten des KWI-A zum Opfer." Solches darf man da mehrfach lesen. Und ja, dort steht tatsächlich: J_üdinnen.

Menschen aus unserer Mitte geschah unermessliches Unrecht. Man nahm ihren Besitz, ihre Familien, ihre Würde, ihr Leben, schändete ihre Leichen - und versucht nun den Ermordeten mit geschlechter­gerechter Sprache wozu genau zu verhelfen? Gerechtigkeit? Das wirkt geschmacklos, das ist übergriffig und vor allem - wem ist damit geholfen?

Eine Frage des Respekts

Man muss mit Eifer für die Chancen­gerechtigkeit aller kämpfen. Es ist eine Frage des Respekts, jeden so anzusprechen, wie er angesprochen werden möchte - egal, was im Duden steht. Aber es darf nie zur Normalität werden, dass Menschen, nachdem sie als Opfer des grauen­vollsten Verbrechens der Geschichte in größtmöglicher Weise geschändet worden sind, ohne ihr Wissen und Wollen abermals zum Teil einer Ideologie gemacht werden. Die in der Ihnestraße 22 verscharrten Opfer mörderischer Rassisten haben eine würdige Bestattung und ein angemessenes Gedenken verdient. Wer diese Opfer aber instrumentalisiert, um sich selbst als Zelebrator*in der Gerechtigkeit zu präsentieren, schändet sie ein weiteres Mal.

Jüdische Rundschau[jw][18]

Gendersprech und Desinformation

Anmerkungen zur Fälschung unserer Gegenwart

Die Debatte um die Einführung des so genannten Gendersprechs ist von den Befürwortern einer unveränderten Beibehaltung der allgemein gültigen Regeln deutscher Sprache bislang zwar mit überzeugenden Argumenten, aber rein defensiv und hauptsächlich als Verteidigung des generischen Maskulinums geführt worden.

Da sich Verantwortliche in Politik und Medien, Institutionen und Behörden von der geballten Kompetenz bedeutender Sprach­wissen­schaftler nicht im Geringsten haben beeindrucken lassen, es stattdessen vorziehen, sich den Partikular­interessen einer lautstarken Clique machtbewusster Gender-Aktivisten anzudienen, wird es Zeit, die Register zu wechseln und die Tragweite der um sich greifenden Sprach­beschädigung auch in medien­ökologischer, polit­pädagogischer und psycho­sozialer Hinsicht auszumessen

1. Faktenchek. Über die alltägliche Desinformation der ÖRR

Der deutsche Wahlkampf hat schon Ende Mai die Europäische Kommission veranlasst, ihre Leitlinien zur Stärkung eines Verhaltenscodex gegen Desinformation im Netz zu verschärfen (Drucksache 54/21).

Diese wird vom "Europäischen Aktionsplan" definiert als "Verbreitung falscher oder irreführender Inhalte, die der Öffentlichkeit schaden können, in der Absicht, andere zu täuschen oder wirtschaftlich oder politisch daraus Kapital zu schlagen".

Eigenartigerweise wird die Bedrohung ausschließlich in den sozialen Medien und dem Cyberspace generell lokalisiert. Von jedem Verdacht tendenziöser Praktiken und damit von jeglicher Fakten­prüfung ausgenommen sind demgegenüber wie selbstverständlich die Leitmedien, also die überregionale Presse und die öffentlich-rechtlichen Rundfunk­anstalten.

Dabei versorgen uns gerade Letztere seit einigen Jahren mit einer neuen, in keinem Präventions­katalog vorgesehenen Form von Desinformation, die tagtäglich in unsere Meinungs­bildung einfließt, und die selbst dann ihre manipulative Aufgabe erfüllt, wenn sie bemerkt wird, weil es meistens am nötigen Hintergrund­wissen fehlt, sie zu korrigieren.

Den Tatbestand kann man seit mindestens zwei Jahren feststellen: so berichtete im September 2019 der Deutschlandfunk vom "internationalen Schrift­stellerinnen­treffen" in Berlin.

Als Branchenangehöriger horchte ich auf: in diesem Zeitraum findet doch alljährlich ein Schrift­steller­treffen in Berlin statt, das aus naheliegenden Gründen bereits zum "Literatur­festival" umbenannt worden war, mit Autoren beiderlei Geschlechts aus zahlreichen auch außer­europäischen Ländern.

Sollten die Frauen nun zusätzlich noch eine Parallel­veranstaltung unter Ausschluss der Männer organisiert haben? Wozu?

Aus Details des Berichts, in dem nur Autorinnen zu Wort kamen, konnte man als Eingeweihter allerdings erkennen, dass es sich just um das erwähnte traditions­reiche Treffen handelte, aus dem nunmehr die Teilhabe der Männer ganz ungeniert eskamotiert worden war.

Von einer Pause oder einem Hiatus zwischen dem Nomen und der weiblichen Plural­endung war schon damals nichts zu hören gewesen.

Entgegen anderslautenden Beteuerungen ist der "gender­sensible" Knacklaut nur selten deutlich vernehmbar und woran sich die Mehrheit der Zuhörer und Zuschauer tatsächlich stört, sind hingegen die immer häufiger sich einschleifenden femininen Endungen, die das generische Maskulinum ersetzen sollen, stattdessen jedoch nur für Verwirrung sorgen.

Während gegenderte Schriftsprache sich durch die Verunstaltung von Orthographie und Grammatik regelrecht aufdrängt, soll sich das Klangbild der neuen Herrschafts­sprache möglichst unauffällig einschleifen.

Das Ergebnis ist Gegenwarts­fälschung (in Funk und Fernsehen), und zwar im Minutentakt. Ich wähle zur Verdeutlichung ein besonders infames Beispiel:

Am 18. März gedachte Italien "der über 300 an Covid-19 gestorbenen Ärztinnen", so berichtete das heute-Magazin des ZDF. Die nationale Vereinigung italienischer Ärzte und Chirurgen (FNOMC) veröffentlichte zu diesem Anlass online einen Elenco, eine namentliche Liste der Verstorbenen.

Die Auswertung ergibt: 332 Tote, darunter 14 Frauen. Das macht rund drei Prozent, bei einem weiblichen Anteil von 40 Prozent an der Ärzteschaft insgesamt! Selbst das stärkere Immunsystem und das geringere Alter mitgerechnet, hätten bei vergleichbarem Einsatz doch mindestens ein Drittel der Toten Frauen sein müssen.

Es bewahrheitet sich einmal mehr: an den lebens­gefährlichen Fronten agieren und sterben in Krisenzeiten wie eh und je vornehmlich die Männer. Neu ist, dass ihr Opfer - hier ist das arg strapazierte Pathoswort ausnahmsweise angebracht - massenmedial wirksam zum Verschwinden gebracht wird.

Nicht immer bleibt der Betrug unentdeckt, zumal im Fernsehen Text und Bild oft in Echtzeit abgeglichen werden können. Wenn in Amsterdam junge Männer gegen den Lockdown randalieren und die Nachrichten­sprecherin diese als "Demonstrantinnen" bezeichnet, wird sich mancher Zuschauer an den Kopf fassen; oder schallend loslachen, wenn die ARD von nicht­existenten Hamas-Kommandeurinnen faselt.

Doch man muss schon Baerbock heißen, um die Irreführung derart auf die Spitze zu treiben, dass sie in ihr Gegenteil umschlägt: wenn die Kanzler­kandidatin auf einer Pressekonferenz verspricht, "für die Rechte von Stahl­arbeiterinnen zu kämpfen", also für die 9,6 Prozent der in der Stahlindustrie beschäftigten Frauen, dann verstehen die potenziellen Wähler das schon richtig: für die Rechte der 90,4 % männlichen Beschäftigten würde sie sich als "die Kanzlerin aller Deutschen" in ihrer "feministischen Republik" auf keinen Fall einsetzen.

Wer die Gegenwart fälscht, schreckt auch vor Geschichts­fälschungen nicht zurück. Selbst da, wo - langatmig, ermüdend (und gegen den Protest der überwältigenden Mehrheit der Gebühren­zahler) - beide Geschlechter aufgezählt werden, herrscht krude Manipulation.

Joe Biden[wp] etwa hatte bei seiner Antrittsrede als Präsident die Dramatik der Corona-Epidemie damit veranschaulicht, dass durch sie in den USA bereits mehr Menschen gestorben seien als "american soldiers" im Zweiten Weltkrieg.

In der gegenderten deutschen Version werden die Gefallenen zu "amerikanischen Soldatinnen und Soldaten". Tatsache ist, dass rund 406.000 amerikanische Soldaten im Zweiten Weltkrieg gestorben sind, keine einzige Frau war an Kampf­handlungen beteiligt gewesen.

Möglich, dass einige beim Nachschub oder im Sanitätsdienst beschäftigte "Soldatinnen" durch Luftangriffe umgekommen sind: rechtfertigt das die symbolische "Gleichstellung" mit Hundert­tausenden männlichen Opfern?

Das Prinzip, das Aufmerksamkeits­privileg der entscheidenden Akteure auszuhebeln, wird selbst im bescheideneren Umfang der Bundeswehr deutlich, in der es nunmehr "Soldatinnen und Soldaten" gibt, wohlgemerkt Frauen zuerst, da sie ja zwölf Prozent der Truppe ausmachen und an den Kampf­einsätzen auf Auslands­missionen nicht beteiligt sind.

Fünf Prozent betrug ihre Quote in Afghanistan: wie viele "Soldatinnen" sind noch mal am Hindukush gestorben? Lediglich bei der Flutkatastrophe haben die Leitmedien sich mit dem Gendern zurück­gehalten: allzu offensichtlich zeigten die Aufnahmen von den Katastrophen­gebieten in den ersten Wochen ausschließlich Männer bei den Rettungs­einsätzen und Aufräum­arbeiten (Feuerwehr, THW, Militär, Polizei, Freiwillige).

Doch die eigentliche Irreführung hinter den mittlerweile gut eingespielten Desinformations­routinen ist nicht nur die permanente Aufwertung des minimalen Frauenanteils an gefährlichen oder beschwerlichen Einsatzorten; sondern mehr noch die Verhinderung der längst fälligen Grundsatz­diskussion.

Ist es überhaupt sinnvoll, Frauen permanent einzutrichtern, dass sie in allen Berufen "ihren Mann stehen" sollen, auch in jenen, die sie schon wegen des exorbitanten, jedes Privatleben aufzehrenden Zeitaufwands (z. B. in Politik und Wirtschaft) meiden, aber auch in jenen, die mit einem körperlichen Aufwand verbunden sind, den sie nicht leisten können? Warum dann nicht gleich Quoten fordern für die richtig harten, dreckigen, gesundheits­schädlichen Jobs bei der Müllabfuhr, in den Kohlegruben, der Kanalisations- und Starkstrom­wartung, in der Dachdeckerei oder im Straßenbau?

Dazu schweigen die Gleichstellungsbeauftragten. Und dazu, dass 97 Prozent aller tödlichen Arbeits­unfälle Männer betreffen - ein Umstand, über sich bezeichnenderweise noch nie jemand öffentlich empört hat.

Sollte am Ende doch etwas Wahres dran sein an der offen­kundigsten Tatsache unter der Sonne, der biologischen Differenz von Mann und Frau? Und an der schamlosen sozialen Ausbeutung, der leistungs­physiologischen "Vergenderung" dieser Differenz?

2. Das Kabarett der Marionetten

Das zweite Mittel der Wahl, das generische Maskulinum zu ersetzen, ist das Partizip 1. Es wird zwar genau so falsch verwendet wie das "Femininum", das noch kein einziges Mal bislang "generisch" funktioniert hat, aber die manipulative Essenz seiner Botschaften ist schwieriger zu entschlüsseln. Manches mag nur Schmunzeln verursachen, etwa wenn der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club[wp] (ADFC) - prompt von der heute-Redaktion des ZDF sekundiert - zum Gedenken an im Straßenverkehr "getötete Radfahrende" aufruft; oder die Tagesschau von den "zur Schule Gehenden" berichtet, die "zu Hause bleiben müssen".

Man könnte das gelassen hinnehmen: sollen doch gestandene Moderatoren und Nachrichten­sprecher sich für unfreiwillige Kabarett­nummern hergeben. Das würde eher für die Harmlosigkeit des albernen Jargons sprechen.

Bei näherer Betrachtung jedoch drängt sich die Frage auf: kann eine Ideologie ihren Einfluss raffinierter unter Beweis stellen, als indem sie vernunft­begabte Wesen solche an Lächerlichkeit nicht zu überbietenden Sprechblasen von sich geben lässt?

"Wir haben die Macht, euch alle wie Idioten plappern zu lassen", triumphieren die Gleichstellungs­funktionäre und setzen darauf, dass die Deformation der Sprache mit der Zeit die Menschen, die sie im Munde führen, selbst deformiert. Das nennt der totalitäre Tugendterror seit jeher "Umerziehung".

Subtiler funktioniert die Falschverwendung des Partizip 1 bei Status- und Berufs­bezeichnungen, die neuerdings fester Bestandteil unserer Alltags­sprache geworden sind. Nehmen wir stellvertretend die notorisch "Studierenden".

Ein Partizip wird bekanntlich aus dem Infinitiv eines Verbs gebildet und signalisiert Simultaneität, Aktivität, Unabgeschlossenheit der gerade ablaufenden Handlung: partizipieren heißt "dabeisein, am Geschehen teilnehmen". Es ist ein Verbal­adjektiv, das schon deshalb nur in absoluten Ausnahme­fällen personen­bezogen substantiviert werden darf, weil es eine integrale Aussage trifft: wer damit bezeichnet wird, tut oder ist nichts anderes als das (Lebende, Liebende, Überlebende).

Studierende sind demnach ungefiederte Zweibeiner, die 24 Stunden am Tag über Bücher oder vor Monitoren bzw. in Vorlesungen und Seminaren hocken.

Wenn aber ein schlafender, essender, tanzender Studierender ein Widerspruch in sich ist, verrät die Sprache die wahre Intention ihrer Verwalter oder zumindest den Ungeist ihrer illokutionären Übergriffe: dass sich die jungen Männer und Frauen schon früh daran gewöhnen sollen, in einer auf marktkonforme Ausbildung eingerichteten Zuchtanstalt nicht als Menschen aus Fleisch Blut zu gelten, die auch mal essen und schlafen, lachen, tanzen und lieben, sondern nur zu studieren haben.

Und natürlich zu gehorchen: wenn du nicht genderst, wirst du schlechter benotet. Nicht zufällig begann die sprachliche Umetikettierung der experimentellen Lebensphase par excellence in eine Hamsterrad­existenz zeitgleich mit der Modularisierung der Studiengänge im Zuge der Bologna-Reform.

Mit "Gendergerechtigkeit" hat das alles nichts zu tun. Zur Erinnerung: Schon die Verwendung des englischen Lehnworts in allen kurrenten Verbindungen, von Gender Studies bis Gender Mainstreaming, ist schlicht ein Fake.

Denn gender heißt "soziales Geschlecht" in einem prinzipiell geschlechter­neutralen Sinn. Seit 30 Jahren indes verfolgt das Gender Mainstreaming eine ausschließlich feministische Agenda, die zu einer massiven Diskriminierung von Jungen und Männern an Schulen und Universitäten, im Beruf und vor Gericht geführt hat.

"Gendergerechtigkeit" ist nur ein Tarnname für Frauenförderung, so wie "Gleichstellungs­beauftragte" (Frauenquote 100 Prozent) ausschließlich die Privilegierung von Frauen verfolgen bis hin zur sanktions­bewährten - verfassungs­widrigen und selbst nach eigenem Amtstatut unrechtmäßigen - Nötigung, an Universitäten, in Behörden und Medien­anstalten gender­linguistisches Falschdeutsch schreiben und sprechen zu lassen

3. Der psychohistorische Horizont

Der Kampf gilt also dem generischen Maskulinum, das zusehends unverfrorener ersetzt wird durch falsche Partizipien, die bestenfalls Lacher und durch ein von der deutschen Sprache nicht vorgesehenes generisches Femininum, das wie gezeigt nur Desinformationen produziert.

Demgegenüber steht das generische Maskulinum für das gemeinsame, geschlechter­übergreifende Gattungs­projekt, das sich Zivilisation nennt. "Generisch" heißt wörtlich gattungs­bezogen in der vollen Abstraktion dieses Wortes. Das generische Maskulinum ist darum seit jeher inklusiv und meint Männer und Frauen gleichermaßen, weil es in ihm stets um die Tätigkeit, den Beruf, den Status, die Funktion, die Eigenschaft des jeweiligen Menschen geht - und nicht um sein Geschlecht (und schon gar nicht um Herkunft oder Hautfarbe).

Für die Geschichte der Geschlechterdynamik bedeutet das Konzept des generischen Maskulinums, dass das Männliche, das praktisch alle Berufe und durch sie die gesamte Zivilisation hervorgebracht hat, symbolisch gleichsam von seinem Werk zurücktritt und in Anerkennung des zwar selbstverständlichen, aber nicht objekthaft manifesten weiblichen Anteils daran - der Reproduktion und Erziehung des Nachwuchs - die linguistischen Markierungen der handelnden Subjekte, die nomina agentis auf eine Weise verallgemeinert, die es allen Mitgliedern einer Gesellschaft erlaubt, sich darin repräsentiert zu fühlen - vorausgesetzt diese sind als erwachsene Personen reif genug, sich nicht ausschließlich über ihr biologisches Geschlecht zu definieren.

Es bedurfte daher schon der böswilligen Unterstellung feministischer Aktivistinnen, um in einem stets projekt­bezogenen Genus einen Mangel zum Nachteil der Frauen zu entdecken; und es musste dieser psycho­historische Verdacht fast ein halbes Jahrhundert lang skandalisiert werden, bis er von mehr als dem einen Promille der Bevölkerung zur Kenntnis genommen wurde, in dessen Namen die unbelehrbare Geschlechterhetze angeheizt wird. Ein Langzeit­experiment aber, das selbst nach drei Jahrzehnten - jetzt nur die heiße Phase der verwaltungs­politischen Erzwingung des Gendersprechs gerechnet - von der großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wird, obwohl sie sich tagtäglich und mit steigender Frequenz einer massiven, von Leitmedien und Politik vorangetriebenen Indoktrination ausgesetzt sieht.

Ein solches Experiment darf endgültig als gescheitert betrachtet werden.

Erst die skizzierte, in der Debatte bislang vernachlässigte, sprach- und geschlechter­anthropologische Dimension der aktuellen Aus­einander­setzungen um "gender­gerechte" Sprache ermöglicht einen nüchternen Blick auf den Verrat des Feminismus am Geschlechter­vertrag, der jedem Gesellschafts­vertrag vorausgeht, seine Aufkündigung einer zwar nie konflikt­freien, aber seit Jahrtausenden gut eingespielten arbeits­teiligen Gestaltung des Zivilisations­prozesses durch Mann und Frau; und auf die ganze Tragweite feministischer Anmaßung, die Repräsentanz des Männlichen aus der Sprache tilgen zu wollen, um dessen genderpolitisch instrumentierte Entmachtung und Entrechtung zu legitimieren.

Die überlegene Integrationskraft des Generischen Maskulinums in Verruf zu bringen ist dabei von allen separatistischen Bestrebungen des Feminismus zweifellos die hinterhältigste, weil sie sein historisch überholtes Opferdenken gleichsam aus dem Off weiter beschwört: feminine Endungen wären ja nicht nötig, würden Frauen nicht nach wie vor diskriminiert.

Die sprachpolizeiliche Anweisung, "diskriminierungs­freie Sprache" zu verwenden, kommt also dem Befehl gleich, einer falschen Vorstellung vom Machtgefüge des Geschlechter­verhältnisses Ausdruck zu verschaffen. Darum ist sie auch eine gedanken­polizeiliche Maßnahme.

Du sollst so schreiben und sprechen, dass deutlich wird, dass auch du der Auffassung bist, Frauen seien sprachlich unter­repräsentiert, weil sie real benachteiligt werden. Ob man will oder nicht, man soll dem zentralen Ideologem des Feminismus, das nur am Köcheln gehalten wird, weil dieser ohne ihn - man kann es nicht oft genug wiederholen - seine Existenz­berechtigung verlieren würde, wider alle Evidenz weiter Geltung verschaffen.

Mehr denn je insistiert der Feminismus nun, da alle Forderungen der Frauenbewegung erfüllt sind, auf den linguistischen Ausgleich für eine nur in seinem Opferfantasma fortexistierende Benachteiligung der Frau.

Es scheint, als ob der Widerstand eines Großteils der Bevölkerung gegen die sprachliche Gängelei nicht zuletzt der intuitiv richtigen Einschätzung geschuldet ist, dass sie weder rechtlich noch normativ und schon gar nicht sachlich legitimiert ist.

Umgekehrt wäre es vielmehr an der Zeit zu fragen, ob Feministinnen deshalb das generische Maskulinum abschaffen möchten, weil sie insgeheim doch der Meinung sind, Frauen seien zu der in ihm artikulierten, von Männern eingeführten Kulturtechnik, sich mit einem Beruf, einer Funktion, einer Tätigkeit zu identifizieren, in ihr voll und ganz aufzugehen, gar nicht fähig; also zu einer Abstraktions­leistung, die das Transzendieren persönlicher, auch und gerade geschlechtlicher Bedingtheiten erfordert.

Doch Tatsache ist, dass immer mehr Frauen die Vorzüge dieser neuen Identität neben, nicht anstelle, der biologischen genießen, die der Feminismus partout nicht akzeptieren will, ansonsten er nicht darauf erpicht wäre, ihre sprachliche Repräsentanz mit einem linguistischen Kopftuch zu versehen.

Man braucht allerdings keine prophetische Begabung, um vorherzusehen, dass die Verdrängung des generischen Maskulinums durch ein pseudo­generisches Femininum das Verhältnis zwischen Mann und Frau auf unabsehbare Zeit vergiften wird. "Die Spur der Verwüstung durch die deutsche Sprache" (Peter Eisenberg) wird nicht die einzige toxische Hinter­lassen­schaft feministischen Machtmissbrauchs sein.

4. Wir und nicht sie (Manifest)

Im Lichte dieser Befunde muss man angesichts des deutschen Wahlkampfs konstatieren, dass er von einer Stellvertreter­debatte begleitet wird: landauf landab hat man sich über vergleichsweise kleine Fehltritte, Unstimmigkeiten und Unglaub­würdigkeiten in der Selbst­darstellung der Kanzler­kandidatin echauffiert, weil niemand sich traut es offen auszusprechen.

"Wir" (wer immer sich angesprochen fühlt) wollen keine "feministische Republik", in der unter Berufung auf einen angeblichen Verfassungs­auftrag alle nur irgend lukrativen, komfortablen oder image­trächtigen Posten und Machtpositionen in dieser Gesellschaft nur noch nach Geschlecht statt nach Qualifikation besetzt werden.

"Wir" wollen keine Kanzlerin, die "uns" vorschreibt, wie "wir", unter Missachtung elementarer Regeln der deutschen Grammatik, zu sprechen haben.

"Wir" wollen nicht, dass die täglich umfassender um sich greifende Bevormundung durch die demokratisch nicht legitimierten Gleich­stellungs­kader in Politik, Behörden, Unternehmen, Institutionen und Medien auch noch vom Kanzleramt abgesegnet und flächendeckend durchgesetzt wird.

"Wir" haben es satt, tagaus tagein massenmedial behelligt zu werden mit demselben misandrischen Lügengespinst über angebliche Männer­seilschaften in Politik und Wirtschaft (die von keiner erfolgreichen Karrierefrau jemals bestätigt wurden); über einen angeblichen Gender-Paygap (der seit spätestens 2016 nicht mehr existiert, man muss nur die Angaben des Bundesamts für Statistik "bereinigen", um auf eine Differenz von 1,4 Prozent zu kommen); über die angebliche Allein­urheberschaft der Männer für häusliche Gewalt (für die der eisern beschwiegene Anteil der Frauen allein im Hellfeld ein Drittel beträgt); über die angeblich allgegenwärtige Rape-Culture (laut Experten mindestens zur Hälfte Falschbeschuldigungen); über den angeblichen Frauenmalus in der Öffentlichkeit (den es offenkundig, siehe den anfänglichen Hype um Baerbock, nicht gibt, im Gegenteil).

Übersetzt in die Sprache politischer Pragmatik: Die Grünen haben es im Wahlkampf (man denke nur an die Kandidatenkür oder die saarländische Landesliste) und in ihrem Wahlprogramm bewiesen: Sie sind entschlossen, der hemmungslosen Bevorzugung von Frauen strategisch die absolute Priorität noch vor dem Klima, den Renten, der sozialen Gerechtigkeit, dem Wohnungsbau, der Verkehrs­politik usw. einzuräumen.

Sie haben sozialpolitisch überhaupt keine andere Agenda als Gendern und Quoten. Ein grün geführtes Kabinett würde schon deshalb vor den anstehenden Problemen versagen, weil es sich im Würgegriff einer feministischen Programmatik an unzähligen Fronten des Widerstands dagegen, wenn nicht aufreiben, so doch mindestens verzetteln wird.

– Heise/Telepolis[19]

Kritiker und Befürworter

Zitat: «Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung lehnt die Gendersprache ab. Vor diesem Hintergrund bleibt es interessant, wie manipulativ Kritiker und Befürworter dieser Sprechweise in den Schlagzeilen dargestellt werden:

Die Rolle des Schurken und der Heldin sind besetzt. Und für diejenigen, für die es aus Angst vor Ausgrenzung am wichtigsten ist, jedem aktuell vorgegebenen Trend hinterher zu laufen, wirkt das vermutlich sogar überzeugend.» - Genderama[20]

Zitate

Einordnung:

Zitat: «Ich halte Gendersprache für eine postaufklärerische neomittelalterliche Form von Tollwut und hoffe, dass das bald wie eine Seuche oder wie Mode vergeht.» - Heinz Rudolf Kunze[wp][21][22]

Politische Verankerung:

Zitat: «Derzeit ist das Genderdeutsch dasjenige Gebiet der politisch korrekten Sprache, das die Vordenker der Gutmenschen am heftigsten bearbeiten. Dabei erfahren sie freilich immer mehr Widerspruch. Das können sie jedoch völlig locker sehen, weil sie längst entscheidende Schlüssel­stellen in der Politik und an den Universitäten besetzt halten. Sie sehen sich bereits als "breite wissen­schaftliche, soziale und kulturelle Bewegung" (FG Gender). Aufgrund dessen müssen sie sich nicht dazu herablassen, ihre Positionen auf argumentativem Wege zu verteidigen.» - Thomas Paulwitz[23]

Umgang mit Andersdenkenden:

Zitat: «[Sie] beschränken sich in der Regel auf das Herabwürdigen und Verächtlich­machen ihrer Gegner. Beispielhaft war das neulich in einem Artikel des "Berliner Tages­spiegels" zu lesen ("Brutale Drohungen im Internet - Hetze gegen Gender­forscherinnen"). Darin durften sich mit den Soziologinnen Sabine Hark[wp] und Susanne Völker[wp] zwei Vertreter der "Fachgesellschaft Gender Studies" (FG Gender) äußern, sowie der Sprach­historiker Horst Simon[wp].

Kritiker kamen indes nicht zu Wort. So fiel es der Verfasserin Sarah Schaschek leichter, den Feind nieder­zumachen und den Kritikern "Haß­kommentare, Mord­phantasien, Sexismus" zu unterstellen. Schascheks Agitation mag darauf zurück­zuführen sein, daß die Journalistin selbst parteiisch ist. Sie lebt von der Genderei und erreichte ihren Doktorgrad mit einer Arbeit über "Serialität in der Pornographie", gefördert von der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung.

So beschimpft Schaschek denn Kritiker auch als "Maskulisten" und "Herren­rechtler". Auch Simon gibt den Vorwurf, die Genderei sei unwissenschaftlich, einfach zurück und unterstellt ihnen "Anti-Intellektualismus". Hark wiederum ist sich sicher, daß sich Kritiker nicht aus "seriösen Medien" und über den "akademischen Diskurs" informierten. Außerdem müsse es sich um verunsicherte und verängstigte Menschen handeln, Völker spricht von der "nervösen Mitte".

Das reicht Schaschek aber noch nicht. Sie warnt vor "rechts­konservativen Gruppen", die Genderisten mit Mord und Vergewaltigung drohten. Hark ist der Ansicht, daß "Haßredner" mit Hetzjagden vom sexuellen Mißbrauch ablenken wollen. Der Gegner ist also alles in allem offenbar geistig beschränkt und eher ein Fall für den Psychiater oder für das Gefängnis als für eine Diskussion. Mit Eliten, die einer solchen Unfreiheit das Wort reden, rutscht Deutschland geradewegs in den Totalitarismus ab.» - Thomas Paulwitz[23]

Zitat: «Die Gender Sprachregelung ist der Versuch mit Wörtern das Denken der Menschen zu manipulieren. George Owells[wp] hat das in seinem Buch 1984 schon voraus gesagt und die Typen damals Gedanken­polizei genannt. Und nichts anderes ist der Gender-Blödsinn.

Kein Wunder dass sich die normale Bevölkerung sträubt so primitiv manipuliert zu werden.» - Frank Schmitt[24]

Zum Umgang mit Sprache:

Zitat: «Meine Ausführungen zu Passiv-Sprach­konstruktionen[ext] haben nicht jedem gefallen. [...]

Beachtlich finde ich dabei, dass die geistes- und sozial­wissen­schaft­liche Fraktion ja immer sofort dabei ist, wenn irgendwer behauptet, dass Sprache das Denken beeinflusst und die genderistische Sprachpolizei zu Verkehrs­kontrollen anrücken und uns belehren soll.

Geht es aber um saubere, überlegte Sprache und Grammatik (die ja letztlich nur den Sinn und Zweck hat, dass der Sprecher sich überlegt, was er eigentlich sagen will, und das so ausdrückt, dass es auch möglichst eindeutig und leicht und schnell verständlich beim Empfänger ankommt), dann finden sie das plötzlich nicht mehr wichtig. Dann kann das alles so ganz locker und beliebig sein, weil der andere sich ja so ungefähr denken kann, was man sagen möchte, und das schon irgendwie versteht. Kommt nicht so drauf an.

Geht man das noch etwas weiter, muss man die Frage stellen, warum Genderisten und linke Bildungs­politiker meinen, dass Kinder mit Stereotypen geprägt und für das Leben vermurkst werden, wenn sie nicht von kleinauf auf "gender­gerechte" Sprache gedrillt werden, Grammatik und Orthographie aber völlig bedeutungslos sein sollen, alles nach dem Motto "Sprich und schreib, wie Du denkst oder es Dir gefällt" abläuft. Es sei zwar völlig egal, wie man Lehrer schreibt, aber wehe dem, der dabei nicht zwischen Lehrer und Lehrerin unterscheidet.

Aber dann behaupten sie, Sprache präge und bestimme das Denken.» - Hadmut Danisch[25]

Feminismus und "geschlechtergerechte" Sprache:

Zitat: «Auch die Gendersprache zeigt, dass Feministinnen und Profeministen nicht das sind, als was sie sich gerne inszenieren. Ihnen geht es nicht um Gleichberechtigung, sondern um die Umkehrung der von Ihnen kritisierten Zustände. Gendersprache will Männer unsichtbar machen. Das ist auf reinem Geschlechter­kriegs­denken basierender Revanchismus.» - MANNdat[26]

Der Sänger Peter Maffay[wp] hat sich kritisch zur Gendersprache geäußert::

Zitat: «Ich kann diese Euphorie, oder eher Hysterie, nicht wirklich verstehen. Es gibt so viele andere wirklich wichtige Themen ... Diesem gestehe ich nicht zu, dass es mich bestimmt. Ich möchte auch nicht, dass Leute mir vorschreiben, wie ich mich auszudrücken habe, und ich merke in meinem persönlichen Umfeld, dass es vielen Leuten ganz ähnlich geht. Diese hanebüchenen, zum Teil an den Haaren herbei­gezogenen Argumente sind aus meiner Sicht einfach nicht substanziell.»[27]
Zitat: «Die Doppelmaßstäbigkeit der Politik ist ja schon legendär. [...]

Warum heißt es überhaupt Coronaleugner und Querdenker? Müsste es nach politischer Doktrin nicht Coronaleugnende und Querdenkende heißen?

Und wie lautet überhaupt das Partizip von Impfgegner? Impfgegnende?» - Hadmut Danisch[28]

Gendersprech in der Tierwelt

Der "Genderwahn" ist jetzt auch in der Tierwelt angekommen. Einige Tiergattungen werden in Zukunft laut Auskunft des Tierschutz­vereins neue Namen bekommen:

  • der Dobermann[wp] - die Doberfrau
  • das Erdmännchen[wp] - das Erdweibchen
  • der Gorillus - die Gorilla[wp]
  • die Biene[wp] - der Bienerich

Beispiele

Aus einer internen Fachschaftsmail der Freien Universität Berlin[wp]

Zitat: «[...]
  • Hygiene-Artikel (insbesondere für weiblich Sozialisierte)

[...]»[29]

Hadmut Danisch kommentiert dazu:

Zitat: «Aha. Menstruation ist das Produkt der Sozialisierung. Toll. Die haben echte Kapazitäten und Koryphäen da an der FU. Speerspitze des Wissens.»[29]

Jemand, der über die Frauenquote eine Professorenstelle abstaubte und danach vom Frausein nichts mehr wissen will:

Zitat: «Ich erkläre es meinen Studierenden manchmal so: Wenn mir eine Person sagt, das Wort Blume traumatisiert mich, aus welchem Grund auch immer, dann höre ich auf, das Wort zu benutzen.» - Lann Hornscheidt[30]

Ein Pfiffikus kommentiert dazu:

Zitat: «Sie meint wahrscheinlich nur gegenüber dieser Person. Ob dann für immer oder nur in diesem Gespräch, sagt sie auch nicht.

Wenn die mit mir spräche, würde ich mich erstmal durch "Studierende" traumatisiert erklären, um dann nach und nach alle Wörter raussuchen, die ihr ermöglichen ihre Meinung zu sagen... Feine Sache.»[31]

Konkreter Bericht aus den Untiefen der Bürokratie:

Zitat: «25 Jahre nach der gesetzlichen Festlegung auf eine geschlechter­gerechte Sprache bzw. darauf, Frauen in der Sprache stärker sichtbar zu machen, verweigert sich die Dienststelle der Landes­beauftragten für den Datenschutz, die mit Barbara Thiel erstmals von einer Frau geführt wird, dieser Vorgabe in ihrem aktuellen Tätigkeits­bericht. "Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Tätigkeits­bericht grundsätzlich auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Selbstverständlich richtet sich dieser Bericht an die Angehörigen beider Geschlechter", heißt es im Impressum des Berichts.

Bei der niedersächsischen Landesregierung ist dieses Vorgehen sehr sauer aufgestoßen. Obgleich die Gender-Studies mittlerweile als Ideologie überführt gilt und haltlos ist, (und sich die Gendersprache sogar selbst überführt, da sie ja keine Unterschiede zwischen Mann und Frau sehen will, da die Geschlechter ja nur sozial anerzogen seien) wendet sich die Landesregierung massiv gegen die Rückkehr zur "maskulinen Personen­bezeichnung als Oberbegriff für Frauen und Männer", da Frauen bestenfalls "mitgemeint", aber in der Sprache nicht mehr sichtbar seien.

Die rot-grüne Landesregierung forderte deshalb die Landes­daten­schutz­behörde auf, Parallel­bezeichnungen für beide Geschlechter zu verwenden, denn dies behindere keineswegs die Lesbarkeit des Berichts. Zudem könnten ja Personen­bezeichnungen weniger oft wiederholt, umschrieben oder geschlechter­neutral gewählt werden.

Bezug genommen wird zum einen auf das Gesetz zur Förderung der Gleichstellung der Frau in der Rechts- und Verwaltungs­sprache aus dem Jahr 1989 und zum anderen auf einen Kabinetts­beschluss über die Grundsätze für die Gleich­behandlung von Frauen und Männern in der Rechtssprache aus dem Jahr 1991.

Erfolglos hatte die Landesregierung bereits beim vorherigen Tätigkeits­bericht auf eine Berücksichtigung dieser Rechtslage hingewiesen. Insoweit ist es erstaunlich, dass sich eine nieder­sächsische Landesbehörde hartnäckig gegen Unlogik und Unvernunft der Gendersprache zu erwehren vermag, die richtig handelt, denn die Sprach­verwirrungen mit "Clowns und Clowninnen", "Kinder und Kinderinnen" oder "FotografInnen" wurden immer über­greifender und recht­schreib­fehler­hafter - und "beim Leser" geht und ging es schließlich nie um das Geschlecht, sondern um die Funktion.

Da die Gender-Politik nachweislich nicht auf wissenschaftlicher Basis, sondern allein auf westlich-welt­politischer Vorgaben basiert, die nicht kritisiert werden dürfen und somit die Leiterin Barbara Thiel wiederholt eine politisch sehr rote Linie überschritten hat, dürfte in der Konsequenz ihre Karriere jedoch spätestens nach Ablauf ihrer Amtszeit erledigt sein.»[32]

Zitat: «Heißt dann auch nicht mehr Schwangere, sondern "Kindtragende".

Und nicht mehr Dummschwätzer, sondern "Dummschwätzende".

Und wir sind dann "Tagesschauende" oder was?

Herrje, sind diese Leute so dumm. Fast wäre mir jetzt "Armleuchtende" rausgerutscht.» - Hadmut Danisch[33]

Einzelnachweise

  1. Gender-konforme und reaktionäre Lebens- und Sprachformen, Medrum am 6. Juni 2010
  2. Wenn dem Begriff "man" ein Begriff "frau" entgegen­gesetzt wird, soll damit die vermeintliche Pascha-Hierarchie der letzten Jahrtausende angegriffen werden. Es ist jedoch eine Sprach­verhunzung, die auf einem Missverständnis aufbaut, das "man" mit "Mann" verwechselt (was "man" tut, ist, was Männer tun). Diese sprach­verhunzende Formulierung: "frau weiß doch" ist Parteichinesisch und wirkt außerhalb der Partei höchstens anbiedernd. Oft klingt es auch deswegen hohl, weil es inzwischen wie ein Ritus vollzogen wird, weil die tiefere Absicht darin nicht mehr erkannt wird, sondern das "frau" nur ausgeplappert wird. Zwar gewinnt dieses "frau" vielleicht die Anhänger einer solchen Praxis. Diese Anhänger jedoch sind bereits Anhänger, sie müssen nicht erst überzeugt werden. Die Gegner hingegen werden durch eine solche Diktion eher abgeschreckt, wenn nicht gar ausgegrenzt. Die Diktion "frau" ist ebenso wie "man" schlechte Rhetorik. Auch ist jedwede Form von Partei­chinesisch keine gute Rhetorik, auch nicht innerhalb einer Partei.
  3. Diese entsetzliche Wortschöpfung "Mitgliederin" entstammt einem Beschluss des Landes­vorstandes der ÖTV Berlin. Wer in dem Begriff "das Mitglied" (Neutrum) etwas maskulin bestimmtes sieht, ist dem Begriff "Glied" erlegen und handelt somit im Kern sexistisch (hier: gegen Männer) - die weibliche Form des Gliedes ist nunmal nicht die "Gliederin", weil das Glied als Geschlechtsteil von der Natur völlig anders gestaltet und somit anders benannt ist. Auch wenn Sexismus im Prinzip immer nur gegen Frauen gerichtet verstanden wird, so schlägt die Formulierung "Mitgliederin" eben gegen die Weiblichkeit selbst zurück. Das Bemühen, im gesellschaftlichen Bewusstsein eine Änderung herbei­zu­führen, wird durch derlei Auswüchse selbst geradezu ad absurdum geführt.
  4. Youtube-link-icon.svg Frank Plasberg spricht über Kinderkrankenschwesterin - hart aber fair[wp] (ARD) (21. November 2011)
    Youtube-link-icon.svg Frank Plasberg spricht über Kinderkrankenschwesterin - hart aber fair[wp] (ARD) (21. November 2011)
  5. Gender Mainstreaming: USA schaffen Vater und Mutter ab, Deutschlandwoche am 9. Januar 2011
  6. Rainer Bonhorst: Parent One, Parent Two, AchGut-Blog am 9. Januar 2011
  7. Todd Starnes: "Mother", "Father" Changing to "Parent One", "Parent Two" on Passport Applications, FoxNews am 7. Januar 2011
  8. Dusan Deak: Slim Girl, Junge Welt am 30. Juli 2013
  9. Luise F. Pusch: Das Deutsche als Männersprache., Suhrkamp 1984, ISBN 3-518-11217-1
  10. Senta Trömel-Plötz: Frauensprache. Sprache der Veränderung., Frauenoffensive 1982, ISBN 3-88104-378-0
  11. Pdf-icon-extern.svg Berufsordnung für die deutschen Ärzte (MBO-Ä)[ext] (39 Seiten, Paragraph 7, Absatz 2)
  12. Tomas Kubelik: Genug gegendert!. Eine Kritik der feministischen Sprache., Projekte-Verlag Cornelius 2013, ISBN 3-95486-251-4, S. 94
  13. Tomas Kubelik: Genug gegendert!. Eine Kritik der feministischen Sprache. S. 126
  14. Genderama: "Hart aber fair": Gender-Spruch von Plasberg sorgt für Empörung - News zum 3. Dezember 2020
  15. Lucas Schoppe: Von panischen Twittertrollen und anderen Männern, Man Tau am 4. Dezember 2020 (Auszug: In der Schule, in einem weitgehend rot-grün geprägten Umfeld, spielen feministische Zuspitzungen nach meiner Erfahrung überhaupt keine Rolle. [...] Das ist leicht zu erklären. In einem Feld, das beständig von pragmatischen Handlungs­zwängen geprägt ist und in dem alle Beteiligten fortlaufend miteinander kooperieren müssen, ist es sinnlos, einen Geschlechterkampf zu inszenieren oder die bestehenden Probleme routinemäßig in Geschlechter­probleme umzudeuten.
  16. 16,0 16,1 Heide Wegener: Sichtbar oder gleichwertig?, F.A.Z. am 2. September 2021 (Beim Gendern werden grammatisches und biologisches Geschlecht in naiver Weise gleichgesetzt)
  17. Genderama: Facebook zensiert 20.000 Gender-Kritiker - News vom 4. September 2021
  18. Julien Reitzenstein: "J_üdinnen": Wo Gender-Wahn den letzten Respekt für jüdische Menschen vermissen lässt, Jüdische Rundschau[jw] am 5 (81) Mai 2021
  19. Daniele Dell'Agli: Genderkorrektiv, Heise/Telepolis am 5. September 2021
  20. Genderama: News vom 23. November 2021
  21. Youtube-link-icon.svg Heinz Rudolf Kunze - Gendersprache ist eine postaufklärerische neomittelalterliche Form von Tollwut - Stern TV am Sonntag (RTL) (21. August 2022) (Länge: 0:32 Min.)
  22. Youtube-link-icon.svg GENDERN ist wie TOLLWUT - Heinz Rudolf Kunze im Rage-Modus - Betreutes Gucken #42 - Massengeschmack-TV (28. September 2022) (Länge: 39:14 Min.) (Heinz Rudolf Kunze ab 18:55 Min.)
  23. 23,0 23,1 Thomas Paulwitz: Gutmenschen mögen Genderdeutsch, Junge Freiheit am 6. September 2014
  24. Frank Schmitt am 24. November 2014 um 7:44 Uhr als Kommentar zum Artikel: Gender-Debatte: Was soll die Aufregung um Profx Hornscheidt?, Die Welt am 24. November 2014
  25. Hadmut Danisch: Geisteswissenschaftler und Grammatik, Ansichten eines Informatikers am 17. April 2017
  26. Gendersprache - Gerechtigkeit oder Misandrie?, MANNdat am 27. November 2021
  27. Genderama: News vom 14. November 2021
    Peter Maffay über Gendersprache: Möchte nicht, dass Leute mir vorschreiben, wie ich mich auszudrücken habe, RedaktionsNetzwerk Deutschland am 13. November 2021
  28. Hadmut Danisch: *innen-Ansichten des Bundestags, Ansichten eines Informatikers am 12. Januar 2021
  29. 29,0 29,1 Hadmut Danisch: Hygiene-Artikel für weiblich Sozialisierte, Ansichten eines Informatikers am 23. Dezember 2014
  30. Sonja Eismann: Professx Lann Hornscheidt: Sexismus in der Sprache, Franfurter Rundschau am 22. Dezember 2014
  31. derdiebuchstabenzählt am 12. Februar 2015 um 9:55 Uhr
  32. Gunther Oberheide: Verweigerung der Gendersprache in der Landesdatenschutzbehörde, Der freie Journalist am 7. Juni 2016
  33. Hadmut Danisch: Die Leidtragenden der Tagesschau, Ansichten eines Informatikers am 20. Dezember 2021

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