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Gratismut

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Gratismut hat Hans Magnus Enzensberger[wp] ein Verhalten genannt, das couragiert tut, aber nichts kostet.[1]


Zitat: «Als Gratismut bezeichnet man eine Haltung, mit der Aussagen gemacht oder Handlungen begangen werden, die keinerlei Risiken, Gefahren oder negative Konsequenzen mit sich bringen, sprich nichts "kosten", demnach "gratis" sind. Da die Prämisse für Mut allerdings aus potenziellen Risiken, Gefahren und/oder negativen Konsequenzen besteht, also eine potenzielle "Opferung" im Raum steht, handelt es sich beim Gratismut um einen Widerspruch. Freilich könnte man statt Gratismut schlicht von Feigheit sprechen, doch wohnt dem Neologismus[wp] (gewollter) Sarkasmus inne, da sich mit Gratismut eine offen zur Schau gestellte, moralische Selbst­überhöhung verbindet, deren Grundlosigkeit sowie Anmaßung entweder nicht begriffen oder bewusst ignoriert wird.»[2]

Einzelnachweise

  1. Nils Markwardt: Mut oder Gratismut?, Der Freitag, Ausgabe 52/2014 (Gratismut hat Hans Magnus Enzensberger ein Verhalten genannt, das couragiert tut, aber nichts kostet. Kann man es immer erkennen? - Interview mit Friedrich Küppersbusch[wp])
  2. Über Gratismut und Mut, Mendes Blog am 1. September 2018