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Holocaust-Industrie

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Der Begriff Holocaust-Industrie ist im Jahr 2000 vom jüdisch­stämmigen US-amerikanischen Politologen Norman Finkelstein[wp] durch sein Buch Die Holocaust-Industrie geprägt worden.[1]

Abgrenzung

Während der Begriff Holocaust-Religion mehr auf ideologische Aufrüstung und moralische Konditionierung, bzw. Immunisierung gegen Kritik abzielt, kritisiert der Begriff Holocaust-Industrie (in den Worten Norman Finkelsteins) den "politischen, finanziellen und kulturellen Missbrauch des Nazi-Judeozids". Anstelle von Holocaust-Industrie wird synonym auch von "Schuldindustrie" oder "Shoah Business" gesprochen.

Einordnung

Mit dem Begriff "Shoah Business" wird der Vorwurf einer unrechtmäßigen Bereicherung und geschäfts­mäßigen Verwertung durch Instrumentalisierung des so genannten Holocausts erhoben.[2] Die "Shoah" (das hebräische Wort bezeichnet damit eine Katastrophe, die Gott über die Welt gebracht hat. "Shoah" wird auch als Synonym für Holocaust und umgekehrt verwendet.) ist längst zu einem Geschäftsmodell geworden, mit dem sich trefflich Geld verdienen lässt. Dies ist allerdings nicht nur auf Deutschland beschränkt, sondern findet auch in den Vereinigten Staaten von Amerika und Israel statt. Dabei geht es nicht nur um den Erwerb gewaltiger Geldbeträge, sondern auch um medialen Ruhm, Ehre und Anerkennung, den die sich am Shoah-Business Beteiligten erhoffen. Betroffenheit und Engagement, wie man sie vor allem hierzulande immer wieder im Rahmen von Holocaust-Diskussionen vorfindet, sind häufig nur schein­heilige Tarnungen persönlicher Eitelkeiten und eigen­nütziger Interessen. Die öffentliche Diskussion des Holocausts in den Medien, die politische und historische Aufarbeitung des Holocaust, all dies habe sich - so der Vorwurf - inzwischen so sehr verselbständigt und hat eine Eigendynamik entwickelt, so dass das eigentliche Thema Juden­vernichtung in den Hintergrund geraten sei.

Als Schuldindustrie[3] oder Holocaust-Industrie[4] wird die geschäftsmäßige Verwertung der Reparations­leistungen bezeichnet, die an Deutschland gestellt werden. Dabei profitieren nicht nur tatsächliche oder vermeintliche Opfer, sondern in großem Stile auch Rechtsanwälte. Norman Finkelstein thematisiert in seinem Buch Die Holocaust-Industrie auch Fälle, wo offensichtliche Fälschungen zur Geschäfts­förderung vorgenommen wurden. Finkelstein stellt in seinem Buch unter anderem folgende Thesen auf:

  • Das US-amerikanische Judentum habe sich weder im Zweiten Weltkrieg noch danach für den Holocaust interessiert. Es habe erst seit dem Sechstagekrieg[wp] 1967 festgestellt, dass dieser sich geschäftsmäßig verwerten lasse.
  • Es habe dann eine "Holocaust-Industrie" geschaffen, um sich am Holocaust-Gedenken zu bereichern und damit immer weitere Unterstützung für Israel im Nahostkonflikt[wp] zu erpressen.
  • Um den Holocaust systematisch zu vermarkten, seien die Behauptung seiner "Singularität" erdacht und in Umlauf gebracht und die jüdischen Opfer­zahlen übertrieben worden.
  • Ein Großteil des als Entschädigung für die Opfer vorgesehenen Geldes sei von der JCC[wp] zweck­entfremdet worden; insbesondere jüdische Organisationen in den Vereinigten Staaten von Amerika würden davon profitieren.

Kommentierung

Bei kritischer Betrachtung des kapitalistischen Wirtschafts­ordnung könnte man einfach feststellen, dass in einer kapitalistischen Welt alles für geschäftsmäßige Zwecke instrumentierbar ist; selbst der Holocaust. Unter "Querverweise" sind weitere höchst profitable Betätigungs­felder für geschäfts­tüchtige Kapitalisten aufgeführt.

Einzelnachweise

  1. Norman Finkelstein[wp]: Die Holocaust-Industrie. Wie das Leiden der Juden ausgebeutet wird., Piper 2001, ISBN 3-492-04316-X
    englisch: The Holocaust Industry. Reflections on the Exploitation of Jewish Suffering., Verso 2000, ISBN 1-85984-488-X
  2. Weil es mehr den Kernbereich WikiMANNias betrifft, sei hier nebenbei auf den Begriff "Bezness" verwiesen, welcher den Vorwurf einer unrechtmäßigen Bereicherung und geschäftsmäßigen Verwertung durch Instrumentalisierung von Beziehung, Liebe und Gefühlen erhebt.
  3. Begrifflicher Bezug: Schuldkult
  4. Begrifflicher Bezug: Holocaust-Religion

Querverweise