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Jokastration

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Der Begriff Jokastration ergibt sich als Kofferwort aus "Jokaste" und "Kastration". Er verweist auf Jokastes[wp] Betrug an ihrem Mann Laios[wp] und dessen Ursächlichkeit für die Erfüllung des Fluches, dass, sollte sie einen Sohn gebären, dieser seinen Vater töten und mit seiner Mutter Inzest begehen würde. Sie hatte sich von ihrem Mann gegen dessen Willen schwängern lassen, indem sie seine Trunkenheit ausnutzte.[1]

Definition

Jokastration wird als Gegenbegriff zu Freuds[wp] opportunistischem Liebesdienst an den Hysterikerinnen benutzt, nämlich dem dämlichen und bösartigen Begriff "Ödipuskomplex"[wp] (bzw. "ödipale Phase") und der Theorie, es sei dem männlichen Kind angeboren, in der Phantasie die Taten des Ödipus zu wiederholen. Nicht die verführende Mutter, die sich den kleinen Mann zu ihrem Beschützer und Retter gegen den seine ehelichen Rechte beanspruchenden großen Mann dressiert und damit in einen unausweichlichen doppel­bindenden[wp] Loyalitäts­konflikt und die vorprogrammierte beschämende Niederlage manipuliert, steht nunmehr als Verantwortliche und Schuldige an der Grenz­über­schreitung und irrealen Rivalität des kleinen Kavaliers mit seinem Vater da, sondern der Sohn selbst ist erbschuldig an der phantastischen Schicksals­tragödie. Zu guter Letzt hat er wie Ödipus[wp] zum Schaden noch den Spott - und wie Ödipus zweifelt er nicht an der Unschuld der Mutter, sondern spricht sich selbst schuldig und bestraft sich selbst mit Blendung. Im Regelfall bleibt er lebenslang verblendet als der großgewordene tapfere Kavalier und Gentleman, der den Muttertag feiert und den Vater "Erzeuger" nennt, die Rebellion gegen ihn als Bürgerpflicht ansieht und ihn dafür hasst oder verachtet, dass er der armen Mutter das Leben vermiest hat, bis sie es endlich schaffte, den Peiniger loszuwerden. Der irrationale Erfolg des Matriarchatmythos und des Feminismus ist darauf gegründet, dass sich der Sohn biographisch und historisch niemals von der Mutter emanzipiert, sprich, die Delegation der elterlichen Autorität und der Emanzipation gegen diese auf den Sündenbock Vater zu durchschauen wagt. Ganz so, als ob er durch magische Liebes­zauberei[wp] für immer im blendenden Bann der Mutter gefangen bleiben müsste.[1]

Auswirkungen

Darin besteht die Jokastration von "Männer­rechtlern" und "Männer­forschern", dass sie sich nicht Rechenschaft darüber abzulegen getrauen, daß die ultimative "Frauengewalt gegen Kinder" seit den 1970er Jahren eine strukturelle und idealisierte ist, und eben diese mörderische Gewalt­tätigkeit der Frauen in allen Statistiken über "Gewalt in der Familie" unterschlagen und in der Diskussion nicht thematisiert wird. Wenn es eine Illustration der Tragik der ödipalen Selbst­blendung gibt, liegt sie bei den Vätern, die aus lauter naivem einfühlsamem Mitleid mit den Müttern ihre Kinder auf dem Altar der weiblichen Mitleid­losigkeit opfern lassen und ihre Töchter zur unvermeidbaren Größen­wahn­sinnigkeit erziehen.[2]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 WGvdL-Forum (Archiv 2): Jokastration, Joe am 14. August 2007 - 00:45 Uhr
  2. WGvdL-Forum (Archiv 2): In Ohio gibt es immer zwei Eltern, Joe am 13. August 2007 - 12:18 Uhr