Die WikiMANNia-Redaktion hat zum 31. Dezember 2019 die Arbeit eingestellt.   –   Das 11. Jubiläum war vor 174 Tagen.

Der Staatsfeminismus hat am 9. Januar 2020 in einem Akt Stalinistischer Zensur[ext] berechtigte Kritik in "Jugend­gefährdung" umgedeutet.
Der institutionalisierte Feminismus muss sich keiner Debatte auf Augenhöhe stellen, weil er den staatlichen Machtapparat dazu nutzen kann, jedwede Kritik wegzubügeln.

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Rolle des Staates in der Familie
Politik in Deutschland: Willkommenskultur für Migranten, Abtreibungs­kultur für Ungeborene, Zerstörungs­kultur für Familien. Logo - MSI.png
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Feminismus basiert auf der Verschwörungstheorie, Männer auf der gesamten Welt hätten sich kollektiv gegen die Weiber verschworen, um sie zu unter­drücken, zu schlagen, zu ver­gewaltigen und auszubeuten. Feministinnen bekämpfen Ehe und Familie, weil die bürgerliche Familie das Feindbild ist. Frauen werden kollektiv als Opfer inszeniert und Männer als Täter denunziert. So manifestiert sich ein Ressentiment gegen alles Männliche bis hin zum offenen Männerhass. Dies bewirkt eine tief­greifende Spaltung der Gesellschaft, die es zu überwinden gilt.

Kulturelle Aneignung

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Kulturelle Aneignung (engl. cultural appropriation) ...

Worum es geht? Wikipedia erklärt es kurz und knapp:
Zitat: «Kulturelle Aneignung (engl. cultural appropriation) ist ein Begriff aus der US-amerikanischen Critical-Whiteness-Bewegung, die zur Reflexion von Macht- und Diskriminierungs­verhältnissen aufgrund von Hautfarbe anregen will. Bei der kapitalistischen Aneignung werden traditionelle Gegenstände der materiellen Kultur verschiedener Ethnien zur Ware erklärt und ihres Kontextes beraubt.»

Also eigentlich eine ganz wunderbare Sache: Menschen übernehmen von anderen traditionelle Kleidungs­stücke, Gerichte oder Verhaltens­weisen, mischen sie mit den eigenen, entdecken dabei neues, entwickeln sie weiter und haben ihren Spaß: Chinesen essen in Peking Weißwurst, aber natürlich mit Stäbchen. In Italien gibt es Spaghetti-Würstel, unsere heutige Pizza kommt aus den USA, in Afrika und Asien sind Jeans beliebt, Ponchos waren in den 1970er in Europa in Mode und im Moment schießen von Flüchtlingen gegründete arabische Restaurants wie Pilze aus dem Boden. Man kann sich daran stören, wenn man dem Irrglauben anhängt, es gäbe so etwas wie eine stabile, ethnische Kultur, die seit Jahr­hunderten Bestand hat. Menschen waren immer im Austausch miteinander und haben sich ständig gegenseitig beeinflusst. Und klar: Vieles ist dabei unter­gegangen. Ist das schlimm? Nein. Auch Ideen, Mode, Gerichte stehen in einem Wettbewerb. Deutschland heute hat mit dem, was hier noch vor ein paar hundert Jahren war, kaum was zu tun: Die keltische Religion? Ein paar Nazis spielen Druiden, aber keiner weiß genau, an was die Kelten geglaubt haben. Sie hatten keine Schrift, wir wissen es schlicht nicht. Das germanische Recht ist zum Glück auch weg und der Brei, das deutsche Traditions­essen schlechthin, ist fast vollkommen verschwunden. Kaum jemand weint ihm hinterher. Dafür mögen viele auf der ganzen Welt deutsches Brot. Kultur ist ein sich ständig ändernder Mix, sie ist nicht statisch. Aneignung ist der Normalfall. Eingeübt in Jahrtausenden Menschheits­geschichte.

Das kann man problematisieren und als Rassismus stigmatisieren. Und das versucht die Kampagne "Ich bin kein Kostüm" zu tun. Sie übernimmt, mit mehr­jähriger Verspätung eine Kampagne aus den USA, die schon da nicht für weniger Rassismus sorgte, sondern nur dafür, dass es an den Unis Streit gab, wenn Studenten mit einem Sombrero auf dem Kopf feierten, die keine Mexikaner waren. Kein Schwarzer oder Latino starb weniger durch diese Kampagnen bei Gang-Aus­einander­setzungen oder durch Polizei­gewalt. Kein Indianer mehr in den USA fand eine wirtschaftliche Perspektive. Das Elend dieser Menschen hat Tuvia Tenenbom[wp] eindrucksvoll in seinem Buch "Allein unter Amerikanern" beschrieben.

"Ich bin kein Kostüm" ist nicht mehr als staatlich subventionierte Empörungs­industrie. Ein Tummelplatz für Wichtigtuer, die sich um die Lösung harter Probleme drücken und versuchen, anderen ihre verquere postmoderne Sichtweise vorzuschreiben und ganz nebenbei noch Menschen gerne den Spaß verderben.
Das Sich-Verkleiden beim Fasching[wp] ist nun auch rassistisch.
"Ich bin kein Kostüm" heißt es demnächst bei einer Plakat­aktion in Köln. Haremsdame[wikt], Geisha[wp], Othello[wp] ... alles nicht witzig, alles diskriminierend, meinen die Plakat­finanzierer von der Moral­front. Bei dem Motiv mit Indianer wurde ich aber stutzig, ebenso bei den seltsamen amerikanischen Logos rechts unten. Kann nicht sein, sagte ich mir dann und fragte meinen Freund Google, was er davon hält. Die Logos rechts von "Die Linke", "Amadeu-Antonio-Stiftung", Antidiskriminierungs­verband[ext] passen zudem so perfekt ins Bild des institutionalisierten staatlich alimentierten Erziehungs­wahnsinns, dass ich noch weniger glauben konnte, das Meme könne echt sein. Zu viel Klischee! Die werden doch nicht den heiligen Kölner Karneval... Meine Verblüffung war umso größer, als ich festellen musste: doch, sie werden!

Die Sicht einer Kulturwissenschaftlerin:

Zitat: «Cultural Appropriation soll die Aneignung einer Kultur durch Außenstehende bedeuten, sprich etwa eine weiße Person mit Dreadlocks[wp], weiße Person die Rap[wp] hört oder Nicht-Japaner, die Kimonos[wp] tragen. Das sind die gängigsten Beispiele.

Das Problem damit: eine (Sub-)Kultur wird einer begrenzten Personenzahl zugesprochen, die alleine Verfügungs­gewalt hat. Das ist und war schon immer jedoch nicht realistisch. Die Geschichte zeigt, wie sich Kulturen immer wieder ausgetauscht haben, angepasst und übernommen.

Heißt in Fachsprache Kulturtransfer[wp], der in verschiedenen Formen erfolgen kann:

  • Inspiration: etwas wird aus einer anderen Kultur übertragen, aber komplett verändert. Herkunft nicht nachweisbar
  • Adaption: etwas wird übernommen, an die eigene Kultur angepasst und trägt Merkmale beider Kulturen.
  • Übernahme: etwas wird so wie es ist in eine Zielkultur integriert, Herkunft eindeutig nachweisbar

Ziel der Anschuldigungen von C.A. ist ausnahmslos die 3. Kategorie. Wie schon gesagt ist Kultur­transfer jedoch ein wichtiger Bestandteil aller Kulturen und hat stattgefunden, seitdem Menschen Kulturen pflegten. Unser Leben wäre heute nicht so wie es ist ohne Transfer, unsere Kleidung, unsere Gärten, ja auch unsere politischen Systeme sind abgeguckt. Und das ist okay so.

Nun zu meinem eigentlichen Problem mit CA: Es schränkt ein. Und es ist im Prinzip nichts anderes als "wir müssen unsere Kultur rein halten" aus anderer Perspektive. Klar gibt es auch problematische Kultur­aneignungen, wenn eine Kultur bewusst genutzt wird, um ihr zu schaden.

Wenn eine Kultur ausgenutzt wird, um sich an ihr zu bereichern. Jedoch sollte nicht vergessen werden, dass es auch Hommagen gibt, Bewunderung, Zelebrieren von Kultur. Wer als Weißer Dreadlocks trägt, der will der Ursprungs­kultur nicht schaden, sondern zelebriert sie.

Kulturen leben vom Transfer und davon, dass sie weiter getragen werden. Sie stürben, ganz besonders in einer globalisierten Zeit, rasch aus, hinderte man sie am gegenseitigen Austausch.

So radikal das klingen mag, aber wer andere des Rassismus bezeichnet, weil sie etwa einen Kimono tragen, ohne aus Japan zu stammen, der versteht nicht nur Kultur falsch, sondern sollte dringend über seine diskriminierende Sicht nachdenken.

Da bereits einige missverstanden haben, was Kernaussage ist: Es geht NICHT darum, zu sagen, dass es keinen Rassismus gäbe. Es geht NICHT darum zu sagen, Opfer von R. sollten sich "nicht so anstellen". Wer das rein liest, tut das aus Boshaftigkeit oder Ignoranz.

"Bewahrung von Kultur" hat nichts damit zu tun, dass andere sie nicht weiter­tragen dürfen. Das ist der gleiche Quark, den die AfD erzählt von wegen Reinhaltung der Kultur. Es gibt keine reine Kultur. Kultur gehört niemandem, was in beide Richtungen geht.» [3][4]

Einzelnachweise

Netzverweise