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Feminismus basiert auf der Verschwörungstheorie, Männer auf der gesamten Welt hätten sich kollektiv gegen die Weiber verschworen, um sie zu unter­drücken, zu schlagen, zu ver­gewaltigen und auszubeuten. Feministinnen bekämpfen Ehe und Familie, weil die bürgerliche Familie das Feindbild ist. Frauen werden kollektiv als Opfer inszeniert und Männer als Täter denunziert. So manifestiert sich ein Ressentiment gegen alles Männliche bis hin zum offenen Männerhass. Dies bewirkt eine tief­greifende Spaltung der Gesellschaft, die es zu überwinden gilt.

Menschenwürde

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Hauptseite » Mensch » Menschenwürde

Menschenwürde ist ein Begriff, der in der deutschsprachigen Rechtsphilosophie und Rechtstheorie für bestimmte Grundrechte und Rechts­ansprüche des Menschen steht (dies ist von der umgangs­sprachlichen Bedeutung des Begriffes Würde[wp] zu unterscheiden). Im modernen Sinne versteht man darunter, dass alle Menschen unabhängig von allen ihren Unterscheidungs­merkmalen wie Herkunft, Geschlecht, Alter oder Zustand denselben Wert haben, und dass dieser Wert über dem aller anderen Lebewesen und Dinge steht.

Der Begriff Menschenwürde ist nach Auffassung von Christian Starck[wp] und anderer Staatsrechtler verwurzelt in einer christlichen Tradition sowie der antiken Philosophie[wp] und beinhalte damit eine bestimmte Sicht auf Menschenrechte; Herbert Schnädelbach[wp] führt den Begriff auf die jüdische Religion sowie die Stoa[wp] zurück.[1][2] Auf rechtsphilosophischer Ebene sind Menschenrechte u. a. durch Menschenwürde im deutschen Grundgesetz verankert.[3]

Zitat:

«In westlichen Gesellschaften herrscht keine Einigkeit mehr darüber, was unter dem im Grundgesetz (GG Art. 1) Deutschlands und vielen internationalen Abkommen zentralen Begriff der Menschenwürde (MW) zu verstehen ist. Die Säkularisierung[wp] und die Pluralisierung der Lebens- und Wert­vorstellungen haben es mit sich gebracht, dass jede religiös-metaphysische und transzendente Begründung der MW als rational nicht begründbare und gesellschaftlich nicht mehr konsensfähige "Sonderethik" abgelehnt wird. Wenn das diesseitige Leben aber kein "Jenseits" mehr hat, dann wird auch unklar, welchen Sinn ein Leben hat, das von schwerer unheilbarer Krankheit und cerebralem "Abbau" gekennzeichnet nur noch auf seinen Tod zuläuft.» - Prof. Dr. Ulrich Eibach[4]

Zitat:

«In vielen deutschen Pflegeheimen werden die Menschenrechte täglich verletzt.» - Claus Fussek[5]

Literatur

  • Ernst-Wolfgang Böckenförde, Robert Spaemann[wp] (Hrsg.): Menschenrechte und Menschenwürde. Historische Voraussetzungen - säkulare Gestalt - christliches Verständnis, Klett-Cotta 1987, ISBN 3-608-91442-0
  • Andreas Lombard: Wir sollen sterben wollen. Warum die Mitwirkung am Suizid verboten werden muss. Manuscriptum, Edition Sonderwege 2013 (neben weiteren Texten zum Thema Sterbehilfe bzw. Selbstmord von Axel W. Bauer[wp] und Reinhold Schneider[wp]), ISBN 3-937801-78-2[6][7]

Einzelnachweise

  1. Mit entsprechenden Nachweisen Christian Starck: Der demokratische Verfassungsstaat: Gestalt, Grundlagen, Gefährdungen. Mohr Siebeck, 1995, ISBN 3-16-146442-7, S. 193
  2. Herbert Schnädelbach[wp]: Der Fluch des Christentums. Die sieben Geburtsfehler einer alt gewordenen Weltreligion. Eine kulurelle Bilanz nach zweitausend Jahren, Die Zeit am 11. Mai 2000
  3. Wikipedia: Menschenwürde am 7. November 2015
  4. Prof. Dr. Ulrich Eibach: Wenn der zentrale Begriff vom Ursprung abgekoppelt ist (Menschenwürde und Lebensschutz - Zur Debatte um die Sterbehilfe), iDAF am 2. November 2015
  5. Claus Fussek: Pflege: Pflegenotstand wird kollektiv verdrängt, Süddeutsche Zeitung am 20. Oktober 2015
  6. Wir sollen sterben wollen - Andreas Krause Landt, Axel W. Bauer, Reinhold Schneider, Eine Buchbesprechung am 18. Januar 2013
  7. Rezension: Krause Landt und Bauer über Entwurf zum § 217 StGB, Die Freie Welt am 31. Januar 2013

Querverweise

Netzverweise