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Peter Haisenko

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Hauptseite » Personen-Portal » Peter Haisenko Bei Namensgleichheit siehe: Peter

Peter Haisenko
Peter Haisenko.jpg
Geboren 1952
Beruf Pilot, Autor
URL anderweltonline.com

Peter Haisenko (* 1952) ist ein russisch-deutscher Pilot und Autor. Er ist bereits in seiner Jugend in Gräfelfing seiner Leidenschaft Elektronik und Technik nachgegangen. Er hatte parallel zu seinem Abitur in einem kleinen Verlag gearbeitet und dort erste Erfahrungen im publizistischen Bereich erworben.

Nach dem Abitur absolvierte er eine Ausbildung an der Lufthansa-Flugschule zum Verkehrs­piloten. Die folgenden 30 Jahre im weltweiten Einsatz als Copilot und Kapitän auf den Mustern B727, DC 8, B747, B737, DC 10 und A 340.

Seit 2004 ist er als Autor und Journalist tätig. Peter Haisenko die Bücher Bankraub globalisiert und England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert und als Herausgeber Der Weg vom Don zur Isar in zwei Bänden veröffentlicht. 2007 erfolgte die Gründung des AnderweltVerlags und 2013 des Online-Magazins Anderweltonline.com. Peter Haisenko hat in den letzten Jahren etwa 300 Artikel veröffentlicht mit Schwerpunkten Wirtschaft, Historie, Politik und Luftfahrt.[1]

Peter Haisenko ist 1952 als Staatenloser in München als Sohn von Kriegs­flüchtlingen geboren. Sein russischer Vater war vor Stalins Verfolgung geflohen und seine Mutter, eine akademische Malerin, lebte vor ihrer Flucht vor der roten Armee in Dresden, das sie während des Feuersturms des 13. Februars 1945 verlassen hat. Peter Haisenko besuchte das Gymnasium und erlernte nebenbei die praktische Kunst des Zweirad­mechanikers. Noch vor seinem Abitur, während seiner Arbeit im bei einem Verlag in Gräfelfing, baute er erste Kontakte zur Bücherwelt auf.

Nach dem Abitur hat Peter Haisenko bei der Lufthansa die Ausbildung zum Piloten absolviert und diesen Beruf 30 Jahre lang ausgeübt. Das gab ihm nicht nur die Gelegenheit, die ganze Welt aus eigenem Erleben zu erfahren, sondern hat ihm immer reichlich Zeit geschenkt, den vielen Fragen auf den Grund zu gehen, die seine Neugier und sein Wissensdurst beantwortet haben wollten. Zudem empfand er in den unterschiedlichen Wahrnehmungen an verschiedenen Orten der Welt eine Heraus­forderung für sich, den Dingen auf den Grund zu gehen.

Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Flugdienst hat Peter Haisenko die Zeit genutzt, sich ganz seinen Forschungen der Geschichte zu widmen, wobei sein Schwerpunkt die Wirtschafts­historie geworden ist. Als jahrzehntelang im Bereich Geschichts­forschung tätiger Autor hat Peter Haisenko soeben sein neuestes Buch veröffentlicht: "England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert - ein freies Wort zu einer Zeit mit Nachwirkungen." In seiner Analyse der internationalen politischen und Wirtschafts­beziehungen seit dem Frankfurter Frieden von 1871 gibt es markante Hinweise: Zum Beispiel über den friedlichen Umgang von Muslimen, Juden und Christen, wie er über Jahrhunderte bestens funktionierte. Haisenko analysiert in seinem Werk präzise, wie, durch wen verstärkt und warum dieses friedliche Miteinander im Verlauf von zwei Weltkriegen zerbrach, wer davon profitierte und wer heute noch darunter leidet. Nach dem Werk "Bankraub globalisiert" ist dies sein zweites Buchprojekt.

Peter Haisenko ist verheiratet, hat erwachsene Kinder und lebt in München.

[...]

MM: Als Pilot haben Sie ausgerechnet jene Personen herumgeflogen, über die sie später geschrieben haben. Wie kam es zu ihrem ersten Buch?
Haisenko: Der Beruf als Pilot und Flugkapitän hat mir sehr viele Gelegenheiten geschenkt, Politiker und "Wirtschafts­kapitäne" im Rahmen meiner Arbeit kennen­zu­lernen. Besonders in der ziemlich intimen Atmosphäre an Bord eines Lang­strecken­fluges konnte ich erkennen, dass Rang und Namen kein Garant für besondere Qualifikationen oder gutes Benehmen sind. Andererseits gab es für mich oft die Möglichkeit, Informationen zu erhalten, die nicht für Jedermann zugänglich sind. Ich erkannte schnell, dass zwischen dem, was der Öffentlichkeit präsentiert wird, und der Wahrheit Welten liegen. Diese Erfahrungen, unterfüttert mit akribischen Recherchen, habe ich zu meinem ersten Buch "Bankraub globalisiert" zusammengefasst.
Damals gab es die Begriffe "Bankenrettung" genau so wenig, wie die unvorstellbaren Zahlungen and die Banken. Was würden Sie heute zu ihrem Buch ergänzen?
Eigentlich nichts. Die Entwicklung der letzten Jahre bestätigt genau das, was ich in diesem Buch beschrieben habe. Die Akteure in der Finanzwelt sind nur noch skrupelloser geworden, weil auch sie erkannt haben, dass ihr weltweites Ausbeutungs­system an seine Grenzen gekommen ist. Alles, was zur Zeit auf den internationalen Finanz­märkten abläuft, steht unter der Überschrift: Noch schnell so viel wie möglich ergaunern, bevor das System zusammen­bricht. Und ein weiteres Thema ist dominant, aber nur hinter verschlossenen Türen: Rettet Amerika und England! Diese beiden Länder werden die größten Probleme haben - bis hin zu bürgerkriegs­ähnlichen Zuständen - sobald das System zusammen­bricht, mit dessen Hilfe sie bis heute den Rest der Welt ausbeuten.
Ihr neues Buch hat einen ungewöhnlichen Titel, in dem Sie einen Staat, ein Staatsvolk, eine Religions­gemeinschaft und eine Zeitepoche zusammen­werfen. Wie ist das zu verstehen?
Mein neues Buch ist die logische Folge meines ersten Buchs. Wenn man erst einmal erkannt hat, in welchem Maß die Geschicke der Welt in den letzten fünf Jahrzehnten vom großen Kapital gelenkt worden sind, stellt sich die Frage, inwieweit das früher anders gewesen sein soll. Ich habe mich auf die Suche gemacht nach Motiven, die den Verlauf des 20. Jahrhunderts bestimmt haben - besonders unter wirtschaftlichen Aspekten, denn diese sind tatsächlich die treibende Kraft, wie heutzutage unschwer zu erkennen ist. Gier nach Profit und Macht nimmt keine Rücksicht auf Religion oder ethnische Eigenheiten. Im Verlauf meiner Recherchen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es um 1900 ein Land gab, das mit dem Rücken zur Wand stand: England, respektive das British Empire[wp]. England war wirtschaftlich am Ende und drohte in der Bedeutungs­losigkeit zu versinken. Durch geschickte Diplomatie, Drohungen und Lügen ist es England gelungen, den Verlauf des 20. Jahrhunderts zu seinen Gunsten zu steuern.

[...]

Wie würden sie manche verbale "Ausfälle" mancher Topmanager und Journalisten gegen den Islam und die Muslime im eigenen Land in diesen Gesamtkontext einordnen?
Wie wollen Sie in einer Welt nach dem "Kalten Krieg"[wp] den Menschen verkaufen, dass sie weiterhin für eine unmäßige Rüstung bezahlen sollen? Wie wollen Sie die immer ein­schneidenderen Eingriffe in die persönliche Freiheit rechtfertigen, ja sogar die Außer­kraft­setzung von elementaren Menschenrechten in den "Mutter­ländern der Demokratie"? Dazu muss ein mächtiges Feindbild geschaffen werden, welches geeignet ist, die Menschen in Angst und Schrecken zu halten. Die Topmanager und Journalisten, die das unterstützen, wissen genau was sie tun; und sie tun es entweder weil sie den Auftrag dazu haben oder weil sie ihre Pfründe und Geschäfte, wie zum Beispiel den Waffen­handel oder die Deutungshoheit über ihr Verständnis von Gerechtigkeit, nur auf diese Weise sichern können.

[...]

Muslim-Markt[wp] am 27. August 2010[2]

Nach Peter Haisenko träfen Behauptungen staatlicher russischer Medien und des "Verbandes der Ingenieure Russlands" zu, dass zwei ukrainische Jagd­flugzeuge des Typs Suchoi Su-25[wp] am 17. Juli 2014 über der Ostukraine in 10.000 m Höhe ein ziviles Passagier­flugzeug der Malaysia Airlines abgeschossen hätten (siehe Wikipedia: Malaysia-Airlines-Flug 17[wp]). Haisenko spricht dabei von einem "Mordfall MH17". Die von ihm gemeinten ukrainischen Jagd­flugzeuge sollen von hinten rechts auf das Flugzeug geschossen haben. Laut russischer Wikipedia (und auch in anderen Sprachen) kann dieser Flugzeugtyp maximal in 7.000 m Höhe operieren.[3] Der russische Chef­entwickler der Su-25, Wladimir Babak, schloss in einem Interview mit verschiedenen deutschen Medien (NDR, WDR, SZ) am 10. März 2015 einen Abschuss durch eine Su-25 aus, da dieser Flugzeugtyp zwar kurzzeitig 10.000 m Höhe erreichen, aber dort nicht schießen könne, ohne abzustürzen.

Haisenko legt sich darauf fest, dass zwei ukrainische Su-25 das malaysische Verkehrs­flugzeug mit einer Iljushin des russischen Präsidenten Putin verwechselt und es (aus mehr als 3 km Entfernung) mit Maschinen­gewehr­salven abgeschossen hätten. Dies will er unter anderem an kreis­runden Einschuss­löchern auf Fotos von Trümmer­teilen erkannt haben. Seine Vermutung wurde unkritisch vom MMnews-Blog von Michael Mross[ew] über­nommen. Im MMnews-Blog wurde dazu passend ein plump gefälschtes Bild veröffentlicht, das den Abschuss einer Rakete (also nicht Maschinen­gewehr­feuer) von einem einzigen Su-25 Jagd­flugzeug in Richtung einer Boeing 777 belegen soll. Ein vorläufiger nieder­ländischer Untersuchungs­bericht erwähnt jedoch eine Splitter­quelle links vor dem Flugzeug.

Die Behauptungen zu Flug MH17 wiederholte Haisenko bei "Stein-Zeit TV" des Verschwörungs­theoretikers Robert Spengler[ew] (Robert Stein) und KEN-FM von Ken Jebsen.

Der russische Staatssender Russia Today[wp] beruft sich inzwischen auf den "Experten" Peter Haisenko, um die gleiche, aus Russland stammende Theorie des Abschusses durch ukrainische Kampfjets zu stützen ("MH17 - The untold Story"). Zitiert werden Haisenkos Ansichten zu Fotos von Trümmer­teilen der abgeschossenen Boeing. Es handelt sich hier also um eine im Kreis weiter­zitierte Story.

Haisenko wurde wegen seines Engagements von Spiegel Online als Beispiel für "Putins deutsche Gehilfen" angeführt.[4]

Psiram: Peter Haisenko, Version am 18. Mai 2015‎[5]

Veröffentlichungen

Bücher

Peter Haisenko im Cockpit der Condor DC 10

Als Autor:

  • Bankraub globalisiert, Anderwelt Verlag 2007, ISBN 3-940321-16-8[6]
  • England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert, Anderwelt Verlag 2016, 3. überarbeitete Auflage, ISBN 3-940321-03-6[7]

Als Herausgeber:

  • Vadim Grom: Der Weg vom Don zur Isar
    • Band 1: Kotow III, Anderwelt Verlag 2007, ISBN 3-940321-12-5[8]
    • Band 2: Achaschwerosch, Anderwelt Verlag 2007, ISBN 3-940321-15-X[9]

Artikel

Interviews

  • Youtube-link-icon.svg So kaputt ist Deutschland dank den USA - Michael-Friedrich-Vogt.TV (3. April 2016) (Länge: 15:00 Min.)
  • Youtube-link-icon.svg KenFM am Telefon: Peter Haisenko zu Flug 4U9525. Wir wissen nichts! (29. März 2015) (Länge: 32:43 Min.)
  • Youtube-link-icon.svg KenFM am Telefon: Peter Haisenko zum Absturz von Germanwings 4U9525 (26. März 2015) (Länge: 24:53 Min.)
  • Youtube-link-icon.svg KenFM im Gespräch mit: Peter Haisenko (12. Januar 2015) (Länge: 98:12 Min.)
    Peter Haisenko war über 30 Jahre Luftkapitän bei der Deutschen Lufthansa. "Fliegen ist besser als Arbeiten", sagt er schmunzelnd im Gespräch mit KenFM. - Wie stürzte die MH17[wp] ab?[11]
  • Youtube-link-icon.svg Haisenko: Die Panik der USA vor der deutsch-russischen Freundschaft - QuerdenkenTV (29. März 2015) (Länge: 74:53 Min.)
    Peter Haisenko im Gespräch mit Michael Vogt. Traditionsgemäß pflegt Deutschland ein gutes transatlantisches Verhältnis und ist tief eingebettet in westlich geprägte Organisationen und Strukturen wie der Europäischen Union oder der NATO. Russland dagegen scheint uns fremd, distanziert und teils feindselig. Woher kommt dieses Bild? Während unser "guter Freund", die USA, Militärbasen in über 150 Ländern unterhält, über ein Militärbudget von ca. 900 Mrd. USD (vgl. Russland 90 Mrd. USD) verfügt (und damit über ein größeres als der Rest der Welt zusammen) und permanent in unzähligen Kriegen und Konflikten gleichzeitig verwickelt ist, wird uns dagegen Russland stets als Aggressor und als das "Böse" dargestellt.
  • Youtube-link-icon.svg Haisenko: USA beuten Deutschland wirtschaftlich aus - Deutschland+Russland (7. April 2015) (Länge: 14:59 Min.)
    Der Buchautor und Publizist Peter Haisenko im Gespräch mit Michael Vogt über die jahrzehntelange wirtschaftliche Ausbeutung Deutschlands durch die USA, das parasitäre Wesen des US-Dollars, deutsche Goldreserven, US-Militärbasen in Deutschland und die Petition, die nach einem Friedensvertrag, einer echten deutschen Verfassung und der Entfernung der Nuklearwaffen der USA aus Deutschland fordert. Ausschnitte aus Quer-Denken.TV.

Einzelnachweise

  1. Anderwelt Online: Peter Haisenko
  2. Muslim-Markt interviewt: Peter Haisenko - Autor des Buches "England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert", Muslim-Markt am 27. August 2010
  3. Zitat russische Wikipedia: "Практический потолок: 7000 м"[wp]
  4. Benjamin Bidder, Pavel Lokshin: Propaganda für den Kreml: Putins deutsche Gehilfen, Spiegel am 29. Oktober 2014
  5. Vergleiche die Darstellung Psirams mit den Ausführungen Peter Haisenkos: Schockierende Analyse zum Abschuss der Malaysian MH 17 am 26. Juli 2014 und MH 17 - Abschuss durch ukrainische SU 25 ist bewiesen am 7. März 2015
  6. Anderwelt Verlag: Bankraub globalisiert
  7. Anderwelt Verlag: England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert
  8. Anderwelt Verlag: Der Weg vom Don zur Isar, Band 1: Kotow III
  9. Anderwelt Verlag: Der Weg vom Don zur Isar, Band 2: Achaschwerosch
  10. Auszug: Europa ist von Energie aus Russland abhängig. Die aktuellen Ereignisse um die Ukraine zeigen aber auf, dass sich Deutschlands Industrie auch von der Ukraine abhängig gemacht hat. All das ist verflochten mit Oligarchen in Ost und West. Für die ist die Ukraine ein rechtsfreier Raum.
    Eine der ersten Amtshandlungen von Präsident Putin war, die Oligarchen in Russland an die Kandare zu nehmen. Er ließ sie eine Verpflichtung unterschreiben, fortan keine politischen Aktivitäten mehr zu unternehmen und sich an Recht und Gesetz zu halten. Im Gegenzug durften sie ihre ergaunerten Vermögen behalten. Daran haben sich alle gehalten, außer Chodorkowsky.
    Die Ukraine hat es versäumt, einen analogen Prozess durchzuführen. So wird die Ukraine von Oligarchen beherrscht, die mehr oder weniger außerhalb jeglicher Gesetzlichkeit agieren. [...]
    Die Ukraine ist nicht nur korrupt, sie ist eine riesige Geldwasch­maschine. Da werden Milliarden erst hinein, dann hin und her geschoben. [...] Mit der Selbstständigkeit der Ukraine wurden von dort Waffen vor allem nach Afrika verschoben, in die aufkeimenden Konflikt­regionen. Massenweise wurden Waffen aus ehemaligen Sowjet­beständen geliefert an jeden, der bezahlen konnte. Während der letzten Jahre haben so auch Waffen aus westlicher Produktion ihren Weg über die Ukraine in afrikanische Krisen­regionen gefunden. [...]
    Wer sich nur ein wenig mit internationalem Waffenhandel auskennt, der weiß, dass keiner der Bezahlungs­ströme über nachvollziehbare Kanäle läuft. So kann nicht ausgeschlossen werden, dass zum Beispiel Igor Kolomoisky auf diese Weise seine Milliarden gescheffelt hat. Der Kolomoisky, dem auch die Asow-Brigaden[wp] unterstehen, die mit Nazi-Symbolen geschmückt stolz posieren und mordend besonders die Menschen im Donbass terrorisieren. Selenskji selbst hat im US-Fernsehen gesagt, er hätte diese jetzt in seine regulären Streitkräfte integriert. Wer kann sich da noch wundern, wenn aktuell von Gräueltaten berichtet wird, die natürlich russischen Soldaten in die Schuhe geschoben werden. So sind es auch Asow-Brigaden, die sich in Mariupol[wp] und anderen Städten hinter Zivilisten verschanzen und ihre Stellungen in Wohnhäusern und Kranken­häusern beziehen, um von dort aus zu schießen.
    Die Ukraine ist ein Billig­lohn­land, billiger als alles andere in Europa. Betrachtet man dazu die Daten aus der Ukraine selbst, wird deutlich, wie desolat dieses Land ist. Das Durch­schnitts­gehalt beträgt 76 € pro Monat, obwohl es einen offiziellen Mindestlohn von 295,58 € geben sollte. Ein Maurer erhält 233,18 € und ein Zahnarzt 1.014,60 €. Kein Wunder also, dass auch deutsche Konzerne Teile ihrer Produktion dorthin verlagert haben. Damit haben sie sich aber genauso von der Ukraine abhängig gemacht, wie wir es von russischer Energie sind. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass auf deutschen Baustellen die ukrainische Sprache verbreitet ist. An der Stelle merke ich an, dass auf deutschen Baustellen kaum noch etwas bewegt werden könnte, ohne die Arbeiter aus dem gesamten Osten Europas. Was sollten wir tun, wenn die das Land verlassen, weil sie zuhause wieder anständig bezahlt werden? Eben wenn die Ukraine auf das Niveau gebracht würde, worauf Putin Russland gebracht hat.
    Eines sollte klar sein: Wo Oligarchen herrschen, verschwindet die Mittelschicht und ganz unten wird ausgebeutet - bis aufs Blut. [...] Und auch hier sind es die Herrscher über das Geld, die sich Politiker gefügig machen und die Marktwirtschaft in Käufer­kartelle verwandelt haben. So ist es denen auch gelungen, in Deutschland den größten Billig­lohn­sektor von allen west­europäischen Ländern zu etablieren. Aber das reicht den Gierigen nicht, solange man in der Ukraine noch billiger produzieren kann und auch noch die Möglichkeit hat, Zahlungs­ströme zu verschleiern und so Steuern zu hinterziehen. Es wäre die Aufgabe des Westens gewesen, ihrem Schützling Ukraine auf die Sprünge zu helfen und endlich Ordnung zu schaffen. Da hätte man sich aber mit den ukrainischen Oligarchen anlegen müssen. [...]
    Eines sollte man wissen: Keiner der Oligarchen in den ehemaligen Sowjet­gebieten hätte einer werden können ohne die Unterstützung der Glaubens­genossen im Westen. Die aber machen keine "Investitionen" ohne angemessenen Rückfluss. Der kann aus Geld bestehen oder eben aus Macht und Einfluss. Putin hat den Teil mit Macht und Einfluss in Russland beendet. Wohl auch deswegen hassen sie ihn. Er hat ihnen die Mega-Geldmaschine einfach weggenommen. In der Ukraine aber läuft die noch auf vollen Touren. Bis jetzt. Mit der Operation in der Ukraine bereitet Putin jetzt aber auch vor, dass die Macht der Oligarchen auch dort gebrochen wird. Die westlichen Oligarchen haben fast alle Regierungen im Griff - außer Ungarn, wo Orban die Soros-Organisationen rausgeschmissen hat.
    Nach der letzten Wahl in Ungarn zeigt sich was geschieht, wenn den Oligarchen die Kontrolle genommen wird, vor allem die über die Medien. Erwachte Bürger erinnern sich an ihre Nationalität und wenden sich ab vom Globalismus der Oligarchen. Mit der russischen Operation in der Ukraine steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch dort die Oligarchen entmachtet werden. Wie wir in Russland beobachten konnten, durfte sich dort nach der Entmachtung der Oligarchen eine Mittelschicht etablieren und die Menschen bekamen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zurück. Diesen Prozess gibt es in der Ukraine noch nicht. Im Gegenteil ist die Spaltung der Bevölkerung in bitterarm und reich immer weiter fortgeschritten. [...]
    Die Oligarchen beherrschen die Medien im Wertewesten. Sie fürchten, dass ihnen die Kontrolle über die Ukraine entgleiten könnte. Noch mehr aber fürchten sie, dass ihre Verbrechen in und an der Ukraine aufgedeckt werden, wie es sich bereits mit dem Laptop von Hunter Biden abzeichnet. So erklärt sich das Trommelfeuer an Propaganda, das die von ihnen beherrschten Medien gegen Russland abfeuern. Sie wollen mit allen Mitteln verhindern, dass ihnen der lukrative Spielplatz Ukraine verloren geht. Ich will nicht ausschließen, dass da auch Rache an Putin mitspielt, der ihnen die Spielwiese Russland genommen hat. [...]
    Den Westen beherrschen die Oligarchen "nur" mit den Medien und aufwändigem Lobbyismus. In der Ukraine aber gehört ihnen die Regierung, sie sind die Regierung und machen dort, was immer sie wollen. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass ihr Treiben in Kiew nicht über westliche Medien bekannt gemacht wird. Was aber, wenn sie ihre Macht über Kiew verlieren? Dann müssen sie sich mühsam einen anderen Staat aufbauen, über den sie ihr schmutziges Geld waschen können und das kann dauern. [...]
    Wenn also alles mit der russischen Operation nach Plan läuft, wird die Macht der Oligarchen auch im Westen einen schweren Schlag erleiden und zumindest dafür sollten wir Putin danken. Ist die Macht der Oligarchen gebrochen, kann auch der Westen aufatmen. Der Punkt ist nämlich, dass in allen Ländern, in denen die Medien unter Kontrolle der Oligarchen sind, keine stabilen Verhältnisse existieren. Wo aber diese Macht gebrochen ist, gibt es stabile Verhältnisse. Eben in Ungarn und Russland.
    Die Ukraine selbst ist ein Pulverfass, gespalten in Ost und West. Die Medien und die Regierung in Kiew tun alles, dass sich daran nichts ändert. Oligarchen­macht braucht instabile Verhältnisse und sobald die verfeindeten Teile der Ukraine mit einer Grenze voneinander getrennt sind, besteht die "Gefahr", dass zwei stabile Einheiten entstehen und das wollen die Oligarchen gar nicht. Sie lieben den instabilen Status Quo, also die Ukraine so, wie sie ist, und sie wollen diesen erhalten und natürlich ihren Erzfeind Putin dauerhaft schädigen, der ihre Macht in Russland gebrochen hat.
  11. Benjamin Bidder: Flug MH17: Russischer Bericht räumt Abschuss durch Buk-Rakete ein, Spiegel Online am 6. Mai 2015 (Lange hat der Kreml behauptet, ukrainische Kampfjets hätten die MH17-Maschine abgeschossen. Nun sind die Gegenbeweise erdrückend und Moskau lenkt ein - zumindest ein wenig.)
    Untersuchungen: Es war "Buk-M1", Novaya Gazeta am 5. Mai 2015 (Gutachten der russischen Militär­ingenieure: malaysisch "Boeing" über Ostukraine von Raketen getroffen "Land-Luft")

Netzverweise