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Feminismus basiert auf der Verschwörungstheorie, Männer auf der gesamten Welt hätten sich kollektiv gegen die Weiber verschworen, um sie zu unter­drücken, zu schlagen, zu ver­gewaltigen und auszubeuten. Feministinnen bekämpfen Ehe und Familie, weil die bürgerliche Familie das Feindbild ist. Frauen werden kollektiv als Opfer inszeniert und Männer als Täter denunziert. So manifestiert sich ein Ressentiment gegen alles Männliche bis hin zum offenen Männerhass. Dies bewirkt eine tief­greifende Spaltung der Gesellschaft, die es zu überwinden gilt.

Polygynie

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Die Polygynie ist, als eine spezielle Form der Polygamie, eine Eheform, die einem Mann gestattet, mehr als eine Frau zu heiraten. Polygynie ist in vielen Regionen weit mehr verbreitet als Polyandrie[wp] und Monogamie. Oft haben die (zeitlich) ersten Frauen einen höheren Status als die nach ihnen kommenden.[1]

Besonders der Feminismus führt Polygynie als Beispiel für die Unterdrückung der Frauen durch ein Patriarchat an, und dass die Frau als Eigentum des Mannes gegolten hat.

Die Bedeutung der Polygynie lag aber nicht darin, dass jeder Mann mehrere Frauen haben konnte, sondern, daß einem armen Mann eine Ehefrau vorenthalten wurde, damit die Frau einen reichen Mann haben konnte. Niemand hatte Mitleid mit dem armen Mann, dem deswegen die Liebe vorenthalten wurde.

Polygynie war also ein System, das eine Frau davor bewahrte, mit einem armen Mann vorlieb­nehmen zu müssen, weil ein reicher Mann mehrere Frauen heiraten konnte. Polygynie war eine Art Sozialismus für die arme Frau: Der reiche Mann mußte für die arme Frau bezahlen. Für einige Mormonen­frauen[wp] war sie das, was der Staat heute für so manche Frau ist - ein Ersatz­ehemann.

Polygynie war eine (religiöse) Vorschrift, die arme Frauen auf Kosten armer Männer rettete.[2]

Polygynie und Christentum

Christus und seine Nonnen

Im Christentum zeigt sich die Billigung der Polygynie in der Form, daß die Nonnen Christus "heiraten". Sie legen ein Gelöbnis ab und tragen einen Ehering, der die Vereinigung symbolisiert. Eine Braut Christi[ext] bliebe nicht ehelos, wenn der Hauptzweck von Polygynie die Befriedigung der männlichen Sexual­wünsche wäre. Der Hauptzweck von Polygynie war der Schutz von Frauen durch den besten männlichen Retter.

Deswegen ist Christus das übermenschliche männliche Rollenmodell: Er gewährt Schutz, stellt aber keine sexuellen Ansprüche; er kann das Brot verdienen - oder in Hungerzeiten wundersam vermehren -, er ist bereit zu sterben, um (Frauen) von dem Übel zu erlösen.

Das kirchliche "Patriarchat" tat eben das, was Patriarchate am besten konnten: Frauen schützen und Männern helfen, Frauen zu beschützen. Das ist auch der Grund, warum mehr Frauen in die Kirche gehen als Männer. Deswegen erwarten Kirchen, je traditioneller, desto mehr von den Männern, dass sie die Retterrolle spielen. In dieser Hinsicht war das "Patriarchat" für Frauen nützlicher als für Männer.[2]

Das Täuferreich von Münster

Im Täuferreich von Münster[wp] wurde 1534 wegen eines erheblichen Frauen­über­schusses die allgemeine Polygynie eingeführt.[1]

Polygynie und Islam

Im Islam gestattet der Koran den Muslimen explizit bis zu vier Frauen zu ehelichen.[3]

Entgegen weit verbreiteter Überzeugung leben die meisten Muslime monogam, nur rund 1 Prozent lebt polygam. Der Anteil der Muslime mit mehr als zwei Ehefrauen dürfte im Promille­bereich liegen.

Traditionell gibt es im Islam die Schwagerehe[wp], wobei ein Bruder die verwitwete Schwägerin heiratet. Auch hier ist dafür gesorgt, dass eine verwitwete Frau einen Ersatz­ehemann hatte, d.h. einen Versorger.

Der Harem

Der Harem[wp] (von arabisch haram = verboten, heilig, Tabu) ist der (für Männer) verbotene Bereich, der den Frauen vorbehalten ist. Dies kann ein oder mehrere Zimmer einer Wohnung sein oder ein eigenes Haus, wie das bei arabischen Scheichs üblich ist.

Polygynie und Judentum

Die Thora belegt die Polygynie im Judentum.[4] Besonders der Harem des israelitischen Königs Salomo wird geschildert, wobei hier auch ungläubige, heidnische Frauen Teil des Harems waren.[5][6] Das Deuteronomium[7] belegt die Schwagerehe[wp].

Polygynie in der säkularen westlichen Welt

In der modernen westlichen Welt ist es für einen Mann problemlos möglich, unter dem Begriff "Freundin"[8], mehrere Frauen gleichzeitig zu haben. Bei erfolgreichen Schauspielern, Sängern, Sportlern, Managern usw. ist dieses Phänomen durchaus weit verbreitet.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Wikipedia: Polygynie
  2. 2,0 2,1 Warren Farrell, Mythos Männermacht, Zweitausendeins 1995, ISBN 3-86150-108-2, S. 110f.
  3. Koran: Sure 4 Vers 3
  4. Polygynie in der Thora: z. B. Genesis 4:19; Deuteronomium 21:15
  5. Die Ehefrauen des König Salomo: 1. Könige 11:1-3; Hohe Lied 6:8, 2. Samuel 5:13
  6. Wikipedia: Harem: Judentum
  7. Die Schwagerehe im 5. Buch Mose[wp]: Kapitel 25 Verse 5ff.
  8. Vergleiche Konkubinat