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Sexual correctness

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Sexual correctness (kurz S.c.) ist eine Unterkategorie der Political correctness. Sie entstand in den USA der 1990er Jahre, als neue Waffe der Feministinnen gegen den so genannten "Backlash", vorgeblich, um Vergewaltigungen und sexuelle Belästigung (d.h. ausschließlich von Frauen durch Männer) zu verhindern. Eine Hochburg der S.c. wurde das Antioch College in Ohio, USA.[1]

Die S.c. stellt folgende Regeln für den Sex zwischen Mann und Frau auf:

  1. Wenn der Mann beim Sex (einschließlich Vorspiel) einen Schritt weitergehen will, muss er erst die Einwilligung der Frau haben ("Darf ich meine Hand auf deine Schulter legen?" - "Ja, du darfst deine Hand auf meine Schulter legen.")
  2. Undeutliche oder ganz unverständliche Antworten dürfen vom Mann nicht als "Ja" interpretiert werden
  3. Die Frau darf auf keinen Fall unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stehen

Auch an der Penn State University in Pennsylvania wurde die S.c. propagiert. Ihre Anhängerinnen und Anhänger stellten einen "dating contract" auf, der aus 35 Fragen bestand. Beispiele:

  • Frage 1: "Would it be alright if I held your hand?"
  • Frage 35: "May I penetrate you vaginally with my penis at this time?"

S.c. in den Medien

Der Sänger Konstantin Wecker schrieb ein Lied "Sexual Correctness"[2], in dem er beschreibt, wie "Sexual Correctness" in der Realität jede Lust tötet.

Dietrich Schwanitz griff das Thema in seinem Roman "Der Campus" auf.

Michael Crichton verarbeitete das Thema in seinem Buch "Enthüllung", das auch mit Michael Douglas[wp] und Demi Moore[wp] verfilmt wurde. Darin behandelt er auch die Frage: Was würde einem Mann passieren, der wahrheitsgemäß behauptet, er sei von einer Kollegin sexuell belästigt worden?

Theater-Veteran David Mamet schrieb das Theaterstück "Oleanna", über eine Studentin, die behauptet, ihr Professor hätte sie sexuell belästigt, und damit seine Karriere zerstört.

Die sex-positive Feministin Wendy McElroy[wp] kritisierte die S.c. in ihrem Buch "Sexual Correctness: The Gender-Feminist Attack on Women".[3]

Katie Roiphe kritisierte in ihrem Buch "The Morning After: Sex, Fear and Feminism on Campus", S.c. stilisiere Frauen zu Opfern hoch, die einen Schutz durch S.c. angeblich dringend benötigen würden. Für ihre Aussagen wurde sie von Feministinnen als Geschlechtsverräterin beschimpft.

Der Film "PCU" (Abkürzung für die fiktive "Port Chester University", kann aber auch als "politisch korrekte Universität" gelesen werden) nahm das Thema parodistisch auf.

Einzelnachweise

Siehe auch

Weblinks