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Valerie Solanas

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Valerie Solanas
Gelebt 9. April 1936–26. April 1988

Valerie Solanas (1936-1988) war eine US-amerikanische extremistische Radikal­feministin, die durch ihren Mordversuch an Andy Warhol[wp] sowie als Autorin des misandrischen Pamphlets "Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer"[wp] bekannt wurde, in dem sie zur Rettung der Welt die Tötung aller Männer forderte.

Leben

Laut einem psychiatrischen Gerichts­gutachten von 1968 war Solanas' Kindheit und Jugend von einem "zerrütteten Elternhaus" geprägt. Sie behauptete, sie wurde von ihrem Vater sexuell missbraucht und von ihrer Mutter geschlagen. Als sie 11 Jahre alt war, ließen sich ihre Eltern scheiden, und ihre Mutter heiratete wieder. Zu ihrem Stiefvater hatte Solanas auch ein schlechtes Verhältnis. Bereits mit 13 wurde sie auffällig, als sie mehrmals bei Laden­dieb­stählen erwischt wurde, und hatte nach eigenen Angaben "viele sexuelle Erfahrungen gesammelt". In der Folge wurde sie in einem Internat untergebracht, wo sie sich in eine Mitschülerin verliebte. Zeitweise wurde sie auch zu ihrem Großvater geschickt, nach ihren Angaben ein gewalt­tätiger Alkoholiker. Als sie 15 war, verweigert er ihr bei ihm zu wohnen. Ihr Psychologie­studium finanzierte sie sich, wie sie ihren Kommilitonen sagte, durch Prostitution.

Valerie Solanas lernte Andy Warhol[wp] in Greenwich Village kennen, als sie Kopien ihres S.C.U.M. Manifesto auf der Straße verkaufte. Bald ging sie in dessen Factory ein und aus, war jedoch nie ein richtiges Mitglied der Kommune. Sie wollte, dass Warhol ihr Theaterstück "Up your Ass" (zu deutsch "Schieb's dir in den Arsch") über eine männer­hassende Prostituierte produzierte. Da er interessiert schien, vertraute sie ihm die einzige Kopie des Manuskripts an - später warf sie ihm vor, er habe es gestohlen, obwohl Warhol nie ein entsprechendes Theaterstück verfasste oder aufführte, und sich auch auch keine diesbezüglichen Notizen in seinem Nachlass finden lassen. (Wahrscheinlich ist, dass das Stück in der unorganisierten "Factory" einfach verlegt worden war - nach Warhols und Solanas' Tod wurde es wieder­gefunden.) Allerdings scheint Solanas bereits zu dieser Zeit unter einer wahnhaften Störung (wahrscheinlich paranoide Schizophrenie) gelitten zu haben, die wenig später in dem Mordversuch an Andy Warhol gipfeln sollte.

1967 spielte Solanas eine Rolle in Warhols Film "I, A Man", die sie als Entschädigung für das verlorene Stück bekommen hatte. Sie fühlte sich von Warhol und der künstlerischen Hierarchie seiner Factory ausgenutzt, und verlangte eine Gagen­erhöhung. Nachdem sie ihn deshalb telefonisch bedrängte (sie hatte zu seinem Entsetzen sogar seine Geheim­nummer herausgefunden), wurde sie von der Factory ausgeschlossen. Im Herbst 1967 wurde ihr wegen aus­stehender Miet­zahlungen ihre Unterkunft im Chelsea Hotel gekündigt. Von nun an war sie wieder obdachlos. Zu jener Zeit manifestierte sich bei ihr eine paranoide Persönlichkeitsstörung[wp]. Aus diesem Grunde stellte sie Warhol und Girodias, in der Überzeugung, Opfer eines Komplotts zu sein, beharrlich durch vielfache Telefonanrufe nach und beschimpfte sie ebenfalls.

Am 3. Juni 1968 drang Solanas gewaltsam in die Factory ein und schoss dreimal auf Andy Warhol. Sie bezeichnete ihn als "Vampir". Warhol wurde durch die Schüsse schwer verletzt, ebenso der Kunst­kritiker Mario Amaya. Sie versuchte auch, Warhols Manager Fred Hughes zu erschießen, aber ihre Waffe versagte. Warhol überlebte knapp, war schwer traumatisiert, lebte den Rest seines Lebens in Angst, Solanas könnte erneut versuchen ihn zu ermorden, und musste von dieser Zeit an ein Spezial­korsett tragen. Noch Jahre später bluteten seine Wunden, wenn er sich überanstrengt hatte.

Solanas wurde zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt, die sie im Matteawan State Hospital für psychisch kranke Kriminelle verbüßte. Bei ihrer Entlassung 1971 wurde sie von vielen Feministinnen als Heldin und Märtyrerin gefeiert. Als sie begann, Warhol und andere mit Telefon­anrufen psychisch zu terrorisieren, wurde sie erneut inhaftiert. In der Folgezeit war sie meist obdachlos oder in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht, in den 1980er Jahren lebte sie in Kalifornien. Am 25. April 1988 wurde sie vom Hausmeister eines Obdach­losen­heims im Tenderloin-Viertel von San Francisco tot aufgefunden. Ihr Körper war bereits voller Maden. Sie starb im Alter von 52 Jahren an einer Lungen­entzündung.

Das SCUM-Manifest

SCUM: Wiederauflage 2010

SCUM ist ein Akronym für "Society for Cutting Up Men" (dt. wörtlich: Gesellschaft zur Zerstückelung von Männern) und spielt auf das englische Wort scum[wikt] an, was auf Deutsch soviel wie "Abschau" bedeutet, deren Gründerin und einziges Mitglied Solanas war.

Das Manifest beginnt mit folgender Passage:

Zitat: «Das Leben in dieser Gesellschaft ist ein einziger Stumpfsinn, kein Aspekt der Gesellschaft vermag die Frau zu interessieren, daher bleibt den aufgeklärten, verantwortungs­bewussten und sensations­gierigen Frauen nichts anderes übrig, als die Regierung zu stürzen, das Geldsystem abzuschaffen, die umfassende Automation einzuführen und das männliche Geschlecht zu vernichten.»

In ihrer Schmähschrift macht Solanas die Männer für alle Übel der Welt verantwortlich. Die Geschichte habe bewiesen, dass Männer weder fähig noch willens seien, menschlich zu handeln und aus diesem Grund vernichtet werden müssen, damit der Aufbau einer menschlichen Gesellschaft überhaupt möglich werde. Noch schlechter als die Männer wurden von Solanas allerdings jene Frauen beurteilt und bewertet, die sie als "Kollaborateurinnen der Männer­herrschaft" bezeichnet.

1967 traf Solanas den Verleger Maurice Girodias[wp], der zu diesem Zeitpunkt vor allem Underground-Literatur[wp] sowie pornographisches Material veröffentlichte. Er war von ihrem "Wortwitz" begeistert und bezeichnete sie als "Bilder­stürmerin"[wp]. Er kaufte ihr die Rechte am S.C.U.M. Manifesto ab. Girodias nutzte die durch den Mordversuch an Warhol und den Gerichts­prozess ausgelöste Publicity, um Solanas' S.C.U.M. Manifesto zu veröffentlichen.

In einem Interview mit der Zeitschrift Village Voice von 1977 stritt Solanas ab, dass dieses Manifest als ernst gemeinte Handlungs­anleitung gedacht war, und behauptete, es wäre "post­moderner Humor". Man beachte, dass sie dies lange nach dem Attentat sagte, und zu diesem Zeitpunkt schon als geistesgestört diagnostiziert war.

Solanas' Leben und die Hintergründe ihrer Schüsse auf Warhol wurden 1997 von Mary Harron unter dem Titel I Shot Andy Warhol[wp] verfilmt. Die Hauptrolle spielte Lili Taylor. Die Regisseurin Mary Harron, war nach eigenen Aussagen von dem Text stark beeindruckt. Harron in einem Zeitungs­interview: "Eine Lektüre, die mein Leben veränderte. Kein Buch hat mich je so angerührt und erschüttert". Sie nannte den hass­erfüllten Text auch "kühl, logisch und sehr komisch".

Das S.C.U.M. Manifest wurde 2004 von Mario Eick unter dem Titel "Manifesto" für die Bühne adaptiert und inszeniert.

Rezensionen auf Amazon

Geschlechterrassismus pur
Olli Müller, 25. Dezember 2011
Dieses Buch ist Geschlechterrassismus pur und wer es vertreibt, gehört wegen Volksverhetzung auf die Anklagebank.
Es hat zum Ziel, Milliarden Männer umzubringen.
Wer es nicht glaubt, lese einfach ein mal die Überschrift gegendert:
"Manifest zur Abschaffung und Vernichtung der Frauen!"
Eben!

Als Antwort wurde folgende Rezension geschrieben:

L. Weinhold, 4. Januar 2012 - 11:19 Uhr
Lächerliche Rezension, sowas kann nur schreiben, wer keine Ahnung von Geschlechter­geschichte hat. Ist Dir aufgefallen, dass sie genau das umdreht, was andro­zentrische Wissenschaft und Alltagskultur "den Frauen" seit Jahr­hunderten unterstellt hat und als Mittel ihrer Unterdrückung missbrauchte? In diesem Buch wird die Perspektive umgekehrt, was unglaublich bereichernd, witzig und kurzweilig ist. Außerdem ist sie auch noch anarchistisch angehaucht, Solidarität mit der Nicht­arbeiterinnen­schaft, ein Klassiker ;)
Übrigens würden die meisten Menschen das, was Du da beschreiben wolltest, nicht Geschlechter­rassismus, sondern Sexismus nennen und dass dieses Wort in Deinem Vokabular nicht vorzukommen scheint (ob intentioniert oder nicht), lässt ja schon einige Rückschlüsse zu, wie viel Ahnung Du von dem Thema hast(?)

Worauf folgendes geschrieben wurde:

cmag, 4. Januar 2012 - 14:16 Uhr
Was den Nazis die Arier waren, sind den Feministinnen die Frauen. In der Tat darf bezweifelt werden, dass ein Buch, das umgekehrt zur Frauen­vernichtung aufriefe, veröffentlicht würde.
Andererseits darf man nicht verkennen, dass Feminismus nun einmal seine Grundlage in lesbischem Männerhass hat - da sind solche Pamphlete wenig überraschend. Ich denke, dass dieses Manifest nicht verboten werden sollte, weil es das wahre, menschen­verachtende Wesen des Feminismus' öffentlich macht und niemand hinterher behaupten kann, er habe von nichts gewusst.
Sigmundus Alkus, 4. Januar 2012 - 20:37 Uhr
Wenn Sie soviel Ahnung hätten, wie Sie vorgeben, dann könnten Sie sicherlich das Buch eines männlichen Autors benennen, der die Ausrottung bzw. Vergasung aller Frauen gefordert hätte. Können Sie aber (schon deshalb) nicht, weil kein Mann je öffentlich eine derartige Forderung aufgestellt hat - und wenn er es doch doch hätte, wäre ein solches Buch verboten und würde erst recht nicht als "witzig" oder "kurzweilig" bezeichnet werden. Letztlich steht Valerie Solana Hitler in punkto Fanatismus in Nichts nach. Fanden Sie "Mein Kampf" auch witzig oder kurzweilig?
Abstoßend
Siegfried Lohse, 4. Januar 2012
Dieses Buch erinnert an den Film "Jud Süss" der Nationalsozialisten. Vielleicht das Abstoßendste, das nach 1945 geschrieben wurde.
Die Autorin schreit ihren Hass gegen Männer heraus und träumt von deren Ausrottung. Aber sie belässt es nicht beim Schreiben. Am Ende greift sie selbst zur Waffe und verübt einen Mordanschlag auf den Künstler Andy Warhol, den dieser knapp überlebt.
Man könnte das Buch einfach als das Machwerk einer Wahnsinnigen abtun. Aber die Autorin genießt auch heute noch großes Ansehen unter vielen Feministinnen, besonders im skandinavischen Raum.
Auch wenn viele bei der Lektüre wohl an "Volksverhetzung" denken werden, so kann man daraus lernen, wohin extremer Feminismus oder extreme Ideologien im Allgemeinen führen.

Das Buch wurde gerade erst wieder auf Deutsch veröffentlicht:

  • Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer. SCUM. März-Verlag 1969
  • Manifest zur Vernichtung der Männer. S.C.U.M. (Erweitert um ein Text von Andy Warhol) Maro-Verlag 1997, ISBN 3-87512-239-9
  • Manifest der Gesellschaft zur Abschaffung der Männer. SCUM. Philo Fine Arts, September 2010, ISBN 3-86572-666-6

Anhängerinnen

Obwohl Solanas als radikalste Feministin der Geschichte berüchtigt ist, sind sich viele Feministinnen nicht dafür zu schade, mit ihr zu kokettieren, so z. B. auch Nadine Lantzsch.[1] Auch unter australischen Feministinnen ist der Text sehr populär.[2]

Alice Schwarzer bejubelte den Text "Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer" (SCUM) als "ersten Exzess des Hasses, des begründeten Hasses". Denn:

Zitat: «Das ist es wohl, was den Frauen, wie allen unterdrückten und gedemütigten Gruppen, am meisten ausgetrieben worden ist: der Mut zum Hass! Was wäre eine Freiheitsbewegung ohne Hass?»[3][4][5]

Reaktionstest

Im März 2012 unternahm die IGAF Schweiz einen Versuch und schaltete einen Textauszug des S.C.U.M.-Manifests auf ihrer Webseite auf. Allerdings wurden dabei die Begriffe Mann und Frau ausgetauscht. René Kuhn:

Zitat: «Während der kurzen Zeit, als dieser Text unkommentiert aufgeschaltet war, erreichten mich zahlreiche Mails von Sozialtanten und Studien­gängern der Soziologie mit üblen Beschimpfungen. Vielleicht müssten diese zuerst einmal vor der eigenen Türe kehren und sich vergewissern, was ihre Vorbilder "zum Besten" geben.»[6]

Beweisgläubige

Es gibt sehr viele Menschen, die absolut nicht glauben wollen, dass Feminismus eine menschenverachtende, männer­hassende Ideologie ist. Blogger Hadmut Danisch schreibt über "Beweisgläubige":

Ich hatte neulich mal in irgendeinem Blogartikel erwähnt, dass es sogar eine feministische Schrift gibt, die die weitgehende Ausrottung der Männer zum Inhalt hat.

Ein Leser hatte sich beschwert, das hätte ich frei erfunden, sowas könne es nicht geben, ich müsse das belegen. Ich hatte aber gerade keine Zeit, nach dem Buch zu suchen, weil ich nur noch in Erinnerung hatte, dass es ein schmales Bändchen irgendwo im großen Misthaufen feministischer Literatur ist, und ich gerade keine Zeit habe, es also nicht ad hoc beweisen kann.

Allerdings gehen mir diese Leute auch ziemlich auf die Nerven, die als selbst­ernannte Beweisgläubiger unterwegs sind, und erwarten, dass man ihnen als völlig fremde Person seine Aussagen bweist, als könnten sie sich beliebig an der Arbeits- und Lebens­zeit anderer Leute bedienen. Man ist gegenüber einer allgemeinen Öffentlichkeit keineswegs in Beweiszwang oder Beweisschuld. Und wenn, dann auch nicht jedem einzelnen gegenüber, was sich schon daraus ergibt, dass man 761 Jahre bräuchte, um sich mit jedem der 80 Millionen Leute in Deutschland fünf Minuten aus­einander­zusetzen, unterstellt, man täte das 24 Stunden, 7 Tage rund um die Uhr ohne Pause und Unterlaß. Es scheitert schon an praktischer Umsetzbarkeit, jedem alles zu beweisen, ich wüsste aber auch nicht, warum ich einem x-beliebigen Menschen, noch dazu unter Pseudonym, meine Arbeitszeit ohne Gegenleistung schulden sollte, weil ich eine Beweislast hätte. Manche Leute glauben einfach, sie hätten das Recht, jeden zu schikanieren. Und wenn man es nicht tut, dann krakelen sie laut, man könnte es nicht beweisen, was dann selbst üble Nachrede oder Verleumdung ist, denn nur, weil man es dieser Person gegenüber nicht getan hat, bedeutet ja nicht, dass man es nicht könnte. Ich bin durchaus Manns genug und in der Lage, jemandem die Hand zu schütteln, und tue es trotzdem nicht jedem gegenüber.

Beim Auf- und Umräumen - ich entbuche gerade mein Arbeitszimmer und räume Bücher in die Abstellkammer um, weil ich leider sagen muss, dass Bücher, insbesondere physische auf Papier, in meiner Arbeitspraxis fast keine Rolle mehr spielen und nur noch zur Verzierung da stehen, während ich noch vor 20 Jahren sehr stolz auf meine riesigen Bücherwände voll bis unter die Decke in meinem Karlsruher Arbeitszimmer war - bin ich dran vorbei gekommen:

Valerie Solanas: SCUM Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung des Mannes.

Voll durchgelesen habe ich es nie, aber es geht darin darum, den Männer die Schuld für einfach alles zu geben und sie als durch und durch schlecht darzustellen. Und wohl auch für die Ausrottung zu plädieren.

Zwar behaupten viele andere Feministinnen, das sei Satire, sie selbst betritt das aber. Und den Effekt kennt man ja, dass sie es vorher immer ernst meinen, und dann, wenn es nicht gut ankommt, hinterher sagen "Das ist Satire, merkt Ihr das etwa nicht?".

Dass es keine Satire ist, merkt man daran, dass sie tatsächlich versucht hatte, Männer umzubringen, unter anderen Andy Warhol[wp]. Wikipedia:

Zitat: «Am 3. Juni 1968 passte Valerie Solanas Warhol vor den neuen Räumen seiner Factory ab und schoss dreimal auf ihn. Warhol wurde durch einen Schuss schwer an Milz, Bauch, Leber und Speiseröhre verletzt. Außerdem schoss sie den Kunstkritiker Mario Amaya in die Hüfte und versuchte, Warhols Manager Fred Hughes in den Kopf zu schießen. Dabei blockierte ihre Pistole. Hughes forderte sie auf zu gehen, und Solanas verließ die Factory, wobei sie allerdings eine Papiertüte mit ihrem Adressbuch auf einem Tisch zurückließ. Warhol wurde ins Columbus-Mother Cabrini Hospital gebracht und musste sich einer fünf­stündigen Operation unterziehen, die erfolgreich verlief.[4][6]

Girodias nutzte die durch den Skandal ausgelöste öffentliche Aufmerksamkeit, um Solanas' S.C.U.M. Manifesto zu veröffentlichen. Solanas wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, die sie im Matteawan State Hospital für kriminelle Geisteskranke absaß. Nach ihrer Entlassung 1971 war sie meist obdachlos, in den 1980er-Jahren lebte sie in Kalifornien. Am 25. April 1988 wurde sie vom Hausmeister eines Obdachlosenheims im Tenderloin-Viertel von San Francisco tot aufgefunden. Sie war mit 52 Jahren an einem Lungen­emphysem erstickt.»[7]

Das läuft bei mir nicht mehr unter Satire. Das ist versuchter Mord (abhängig natürlich von der Frage der Schuldfähigkeit).

Trotzdem galt sie nicht als Kriminelle oder Geisteskranke, sondern als Radikalfeministin, und ihr SCUM Manifesto fand in der feministischen Szene viel Aufmerksamkeit, Beachtung und Zustimmung.

Einzelnachweise

  1. Nadine Lantzsch: Temporär hassen und langfristig dagegen sein, Medienelite am 6. Juli 2011
  2. The SCUM connection, A Voice for Men vom 15. Dezember 2011
  3. Alice Schwarzer: So fing es an! Die neue Frauenbewegung, dtv 1983, S. 32-33
  4. zitiert von Arne Hoffmann: Politikerinnen und SPIEGEL-Online fallen über Kristina Schröder her, Genderama am 9. November 2010
  5. zitiert von Lucas Schoppe: In aller Unschuld alle Männer töten, Man Tau am 21. Mai 2013
  6. Tabubruch, das Blog von René Kuhn: S.C.U.M (Society for Cutting Up Men), 15. März 2012
  7. WikipediaValerie Solanas
  8. Hadmut Danisch: [Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer], Ansichten eines Informatikers am 14. Oktober 2022

Netzverweise