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Antifeminismus ist wie eine Schmerztablette und wirkt gegen feministischen Männerhass und Ressentiments gegen alles Männliche. MJ-12.jpg

12. Jubiläum

Feminismus basiert auf der Verschwörungstheorie, Männer auf der gesamten Welt hätten sich kollektiv gegen die Weiber verschworen, um sie zu unter­drücken, zu schlagen, zu ver­gewaltigen und auszubeuten. Feministinnen bekämpfen Ehe und Familie, weil die bürgerliche Familie das Feindbild ist. Frauen werden kollektiv als Opfer inszeniert und Männer als Täter denunziert. So manifestiert sich ein Ressentiment gegen alles Männliche bis hin zum offenen Männerhass. Dies bewirkt eine tief­greifende Spaltung der Gesellschaft, die es zu überwinden gilt.
Der Staatsfeminismus hat am 9. Januar 2020 in einem Akt stalinistischer Zensur[ext] berechtigte Kritik in "Jugend­gefährdung" umgedeutet.
Der institutionalisierte Feminismus stellt sich keiner Debatte auf Augenhöhe. Er nutzt den staatlichen Machtapparat, um jedwede Kritik wegzubügeln.
Zum zweiten Mal innerhalb von 100 Jahren lässt sich Deutschland gleichschalten und wieder gibt es eine Verschwörungs­ideologie, wonach eine Gruppe "an allem schuld" ist.

Zentrale Kritikpunkte am real existierenden Feminismus

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Zentrale Kritikpunkte am real existierenden Feminismus wurde von Man in the Middle formuliert.

Kurz und knapp

Kritik am Feminismus kann in drei Haupt­bereiche eingeteilt werden:

  1. Der Feminismus ist verfassungsfeindlich und anti-demokratisch.
  2. Der Feminismus ist anti-wissenschaftlich und gegen die Aufklärung.
  3. Der Feminismus löst keine Probleme, sondern er konstruiert soziale Probleme und erzeugt sozialen Unfrieden.

Merksätze

Die wichtigsten Kritikpunkte am heute real existierenden Feminismus sind:

Demokratie- und Verfassungsfeindlichkeit
  1. Der institutionalisierte Feminismus ist eine hochwirksame ideologische Macht­struktur, die in unserer Verfassung nicht vorgesehen ist.
  2. Wesentliche Teile des Feminismus sind direkt und offensichtlich verfassungsfeindlich.
  3. Der institutionalisierte Feminismus ist autoritär und anti­demokratisch und kämpft für eine Herrschaft feministischer Funktionäre.
  4. Der Feminismus gefährdet die Meinungsfreiheit.
  5. Der institutionalisierte Feminismus stellt eine versteckte Form der Finanzierung feministischer Parteien (vor allem Grüne, SPD und Linke) dar und unterläuft die Grundsätze der Parteien­finanzierung.
  6. Der Feminismus im Sinne der weiblichen feministischen Aktivisten repräsentiert - trotz gegenteiliger Behauptungen - nicht "die Frauen" und deren Interessen.
Wissenschafts- und Aufklärungs­feindlichkeit
  1. Feminismus propagiert die Pseudowissenschaft "Gender Studies".
  2. Der Feminismus arbeitet systematisch darauf hin, die Öffentlichkeit zu desinformieren.
Konstruktion sozialer Probleme und weibliche Selbst-Viktimisierung
  1. Der Feminismus löst keine Probleme im Geschlechter­verhältnis, sondern er erschafft sie.
  2. Frauen werden durch systematische Desinformation dazu gebracht, sich primär als hilfloses Opfer der Männer oder der gesellschaftlichen Verhältnisse zu verstehen.

Einführung

Unter "Feminismus" verstehen wir i.f. den seit den 1990er Jahren in Deutschland "real existierenden Feminismus der dritten Welle, vor allem in Form des Staatsfeminismus und der feministisch geprägten Parteien und Medien. Bildlich gesprochen betrifft die allgemeine Feminismuskritik "Kollateral­schäden", die dieser real existierende Feminismus verursacht hat und weiter vergrößert. Von diesen Schäden sind nicht nur Männer betroffen, sondern die ganze Gesellschaft. Diese Kritik wird daher vielfach auch von nicht­feministischen Frauen geäußert. Man kann sie in drei Hauptbereiche einteilen, die in den folgenden Abschnitten genauer dargestellt sind:

  1. Der Feminismus ist verfassungsfeindlich und anti-demokratisch.
  2. Der Feminismus ist anti-wissenschaftlich und gegen die Aufklärung.
  3. Der Feminismus löst keine Probleme, sondern er konstruiert soziale Probleme und erzeugt sozialen Unfrieden.

Demokratie- und Verfassungsfeindlichkeit

Der institutionalisierte Feminismus stellt eine gefährliche Bedrohung für die demokratischen Strukturen unserer Gesellschaft dar. Selbst wenn man sich nicht für Männerrechte interessiert, muß die seit langem vorhandene Verfassungs­feindlichkeit und Unterminierung der Demokratie durch den institutionalisierten Feminismus für jeden Demokraten völlig inakzeptabel sein. Im einzelnen:

  1. Der institutionalisierte Feminismus ist eine hochwirksame ideologische Machtstruktur, die in unserer Verfassung nicht vorgesehen ist.
    Der Feminismus wird vielfach als institutionalisiert bzw. als Staatsfeminismus bezeichnet. Hiermit wird ausgedrückt, daß die feministische Ideologie
    • über Machtstrukturen (Ministerien, Lehrstühle, Frauenbeauftragte usw.) verfügt, die vom Umfang der öffentlichen Finanzierung her vergleichbar sind mit einer mittel­großen Partei oder Kirche (im Sinne einer Religions­gemeinschaft),
    • durch die überall installierten Frauen­beauftragten ähnlich wie die Steuer­fahndung oder Religions­wächter über inquisitions­artige Sonder­rechte verfügt,
    • ähnlich wie eine Staatsreligion nicht prinzipiell kritisiert werden darf, sich also jeder demokratischen Kontrolle entziehen kann. Auf EU-Ebene wird versucht, jegliche Kritik am Feminismus unter Strafe zu stellen, in Belgien wird ein entsprechendes Gesetz gerade eingeführt, in anderen Ländern erheben feministische Gruppen immer wieder die Forderung, Kritik am Feminismus als Straftat zu ahnden, s. auch Unterminierung der Meinungsfreiheit.
    Dies ist ein eklatanter Bruch mit demokratischen Prinzipien, denn faktisch ist die feministische Ideologie nur eine Ideologie neben vielen anderen, die auch nach eigener Definition einseitig die Sicht "der Frauen" vertritt und die auf hochgradig umstrittenen Grundlagen basiert ("Gender Studies").
  2. Wesentliche Teile des Feminismus sind direkt und offensichtlich verfassungs­feindlich.
    Kernthemen feministischer Forderungen sind die Einführung von Rechts­prinzipien wie dem Definitionsmacht-Prinzip bzw. der Privilegien­theorie. Im Endeffekt laufen diese Prinzipien auf ein Apartheid-System hinaus, in dem Frauen die Rolle einer Herrenrasse spielen und die Stimmungen und Launen von Frauen für Männer den Rang von Gesetzen bekommen. Beispiele:
    • Verfassungsbruch in der Gesetzgebung: Ein Beispiel war die systematische Aushebelung von nach Art. 3 und Art. 33 GG durch die Regierung Kraft/Löhrmann (NRW) und in diversen anderen Frauenquoten­gesetzen.
    • Aufhebung von Rechtsstaatlichkeit und Unschuldsvermutung bei Männern: Von führenden feministischen Akteuren wird immer wieder verlangt, das Rechts­staatlichkeits­prinzip und die Unschulds­vermutung von männlichen Angeklagten aufzuweichen oder abzuschaffen, also für Männer das Menschen­recht auf ein faires Gerichts­verfahren abzuschaffen.
    • Einflußnahme auf Gerichtsverfahren: ein Beispiel war der Fall Gina-Lisa Lohfink: Lohfink wurde wegen erwiesener Falschbeschuldigung, zwei Männer hätten sie vergewaltigt, (leider nur) zu einer Geldstrafe verurteilt. Daraufhin versuchte Frauen­ministerin Schwesig in massiver Form, das Gerichts­verfahren zu beeinflussen.
    • Beinflussung von Wahlen: Nicht verfassungs­konform waren bzw. sind diverse feministische Pläne im Zusammenhang mit Frauen­quoten, z.B. die geplante Indoktrinierung von Wählern bei den Kommunal­wahlen in Rheinland-Pfalz oder die Reservierung einer Mehrheit auf Wahllisten für Frauen in Baden-Württemberg.
    Politisch sind sehr viele feministische Gruppen und Verbände als links bis linksradikal (im Sinne von verfassungsfeindlich) einzuordnen. Beispielsweise wird der Frauenverband Courage[wp] von einigen Verfassungsschutz­behörden als extremistische Organisation des linken Spektrums eingeschätzt.
  3. Der institutionalisierte Feminismus ist autoritär und anti­demokratisch.
    Statt einer "Herrschaft des Volkes" wird eine Herrschaft feministischer Funktionäre angestrebt.
    Das Prinzip Gender Mainstreaming, das grundlegend für den institutionalisierten Feminismus ist, fordert eine top-down gesteuerte Transformation der gesamten Gesellschaft gemäß der feministischen Ideologie. Diese Transformation wird als reines Verwaltungs­handeln positioniert, eine politische Diskussion und eine Mitsprache der Bürger wird mit allen Mitteln verhindert. "Das Volk", das in einer Demokratie die Herrschaft über sich ausübt, wird systematisch entmündigt.
  4. Der Feminismus gefährdet die Meinungsfreiheit.
    Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland räumt jedem das Grundrecht ein, "seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten". Meinungsfreiheit ist fundamental für die [[Demokratie]6, sofern man die demokratische Willens­bildung als einen Wettbewerb von Problem­wahrnehmungen, Wertungen und Lösungs­vorschlägen versteht. Unter dem Schlagwort "politische Korrektheit" ist seit langem eine Unter­minierung der Meinungs­freiheit zu beobachten: bestimmte ideologisch unerwünschte Fakten und Wertungen dürfen nicht geäußert werden, Zu­wider­handlungen werden sozial schärfstens geächtet.
    Der Feminismus reagiert regelmäßig auf kritische Meinungen mit ad hominem-Attacken gegen die Kritiker, in dem diese wahlweise als wutgesteuert, reaktionär, ewiggestrig, faschistisch o.ä. verunglimpft werden. In beruflichen Kontexten kann Feminismus­kritik zum Jobverlust führen (am besten illustriert am Fall Monika Ebeling) oder andere gravierende Konsequenzen haben. In feministischen Parteien, Ministerien und anderen feministischen Macht­zentren ist der Feminismus ohnehin sakrosankt und offene Kritik undenkbar. Gleiches gilt für sehr viele meinungs­bildende Medien. Insgesamt ist die Unterdrückung von Kritik am Feminismus so allgegenwärtig und machtvoll, daß fast keine öffentlich sichtbare Opposition mehr vorhanden ist (mit Ausnahme der erst seit kurzem sichtbaren AfD) und die Kritik weitgehend in anonyme Foren oder Blogs verdrängt worden ist (z.B. diesem hier [Man in the Middle]).
    Einerseits sind die Defizite der feministischen Ideologie und ihre nicht eingelösten Glücks­versprechen[ext] offensichtlich, andererseits traut sich in der politischen Öffentlichkeit kaum noch jemand, diese Defizite zu benennen oder gar eine andere Politik zu fordern, also seine Meinung frei zu äußern.
  5. Der institutionalisierte Feminismus stellt eine versteckte Form der Finanzierung feministischer Parteien (vor allem Grüne, SPD und Linke) dar und unterläuft die Grundsätze der Parteien­finanzierung.
    Daß es sich beim Feminismus um eine spezielle Ideologie handelt, erkennt man äußerlich am einfachsten am sehr unterschiedliche Ausmaß, in dem die verschiedenen Parteien feministische Thesen bzw. den Ausbau von Grundrechts­ein­schränkungen von Männern in ihren Wahlprogrammen vertreten. Inhaltlich kann man dies an sehr ähnlichen ideologischen Grundlagen erkennen. Die feministische Infrastruktur, die mit öffentlichen Mitteln in der Größenordnung von ca. 1 Mrd. Euro pro Jahr finanziert wird, arbeitet daher sehr eng mit feministischen Parteien zusammen und stellt faktisch eine Form der Parteien­finanzierung der feministischen Parteien dar.
  6. Der Feminismus im Sinne der weiblichen feministischen Aktivisten repräsentiert - trotz gegen­teiliger Behauptungen - nicht "die Frauen" und deren Interessen.
    Politisch verlangen feministische Aktivisten regelmäßig umfangreiche Macht­befugnisse - und erhalten sie auch - mit der Begründung, die Interessen "der Frauen" zu vertreten. Allerdings werden die feministische Akteure und deren Agenda fast nie von "den Frauen" bestimmt. Es gibt i.d.R. keine demokratischen Strukturen, in denen die Frauen ihre Interessen zumindest durch Auswahl konkurrierender Akteure in einen Wahlakt ausdrücken könnten. Die Diskrepanz zwischen dem Kollektiv der feministischen Aktivisten und den Frauen zeigt sich an vielen Symptomen:
    • Bewegungen wie I don't need feminism stellen einen organisierten, massenhaften Protest gegen den institutionalisierten Feminismus und dessen politische und gesellschaftliche Agenda dar.
    • Mit dem Schlagwort Elitefeminismus[ext] wird ausgedrückt, der politisch relevante Feminismus i.w. aus Frauen aus der sozialen Mittel- oder Ober­schicht besteht und ausschließlich deren Interessen vertritt.
    • Unter den feministischen Aktivisten sind lesbische und eher männliche Frauen extrem über­repräsentiert. Während diese Fälle in der Allgemein­bevölkerung einen Anteil in der Größen­ordnung von 1-5 % haben, liegt dieser Anteil unter den feministischen Aktivisten bei fast der Hälfte (s. z.B. Madison et al. (2014): "Feminist activist women are masculinized in terms of digit-ratio and social dominance: a possible explanation for the feminist paradox"). Die Lebens­situationen und Interessen dieser Frauen weichen so gravierend von denjenigen normaler Frauen ab, daß es nach den Grundsätzen des Gender Mainstreaming eigentlich nicht zulässig ist, daß diese sehr spezielle Population als Interessen­vertreter aller Frauen auftritt.

Wissenschafts- und Aufklärungsfeindlichkeit

In unserer westlichen Kultur sind wir stolz auf die Aufklärung, durch die wir uns von Aberglauben und Pseudowissenschaften befreit haben. Objektivität und rationales Denken sind der Schlüssel zum Erfolg unserer Kultur. Beide Erfolgsfaktoren werden durch den Feminismus direkt gefährdet (s. auch O'Neill (2015)):

  1. Der Feminismus propagiert die Pseudowissenschaft "Gender Studies".
    Die feministische Ideologie basiert auf zentralen Dogmen, wonach wir in einem Patriarchat leben, in dem Männer prinzipiell Unterdrücker von Frauen sind, während Frauen generell "bessere" Menschen sind (s. Suprematie von Frauen) und wonach Geschlechter sozial konstruiert und daher änderbar sind. Benötigt werden diese Dogmen u.a., um z.B. durch Frauenquoten Grundrechte von Männern außer Kraft zu setzen.
    Diese Dogmen sind zugleich Grundlage der "Gender Studies", die man als Zweck­wissenschaft nicht vom Feminismus trennen kann. Die Gender Studies sind nachweislich unwissenschaftlich, u.a. wegen der dort üblichen feministischen Standpunkt-Theorie.
    Die politische Macht der Gender-Ideologie führt außerdem seit langem dazu, daß Forschungen unterdrückt werden, die diese Ideologie widerlegen (s. z.B. Willgress (2016)).
  2. Der Feminismus arbeitet systematisch darauf hin, die Öffentlichkeit zu desinformieren.
    Das bekannteste Beispiel für die systematische Desinformation der Öffentlichkeit sind die mit großem Aufwand betriebenen Manipulationen der Inhalte der deutschen Wikipedia. Die dort verbreiteten Falsch­informationen haben eine enorme Reichweite, weil diese Einträge z.T. mehrere 100.000 Leser pro Jahr haben und - entgegen allen Warnungen - als glaubwürdig gelten.
    Eine weitere relevante Quelle von Desinformation sind viele große Tages- oder Wochen­zeitschriften[ext], die sehr einseitige feministische Standpunkte vertreten, bis hin zur offenen Hetze[ext] und zu persönlichen Diffamierungen von Feminismus­kritikern[ext].

Konstruktion sozialer Probleme und weibliche Selbst-Viktimisierung

Der Feminismus löst keine Probleme im Geschlechterverhältnis, sondern er erschafft sie. In diesem Zusammenhang sind i.w. folgende Phänomene zu beobachten:

  1. Der Feminismus konstruiert einen Krieg zwischen den Geschlechtern, für den es in unserer heutigen Gesellschaft keinen sachlichen Grund gibt.
  2. Frauen werden in ihrer Selbst­einschätzung dazu gebracht, sich primär als hilfloses Opfer der Männer oder der gesellschaftlichen Verhältnisse zu verstehen. In diesem Zusammenhang redet man oft auch von "victim feminism" (am ehesten mit "Opferabo-Feminismus" zu übersetzen).
  3. Um den Opferstatus der Frauen als Kollektiv zu stärken und die Selbstverantwortung zu reduzieren, müssen Männer dämonisiert werden. Mit anderen Worten wird das soziale Geschlechter­verhältnis durch Denunziation und Erzeugen von Mißtrauen atmosphärisch nach Kräften vergiftet.

Konstruktion sozialer Probleme

Die oben genannten Phänomene sind nicht voneinander trennbar und haben gemeinsame Ursachen. Für den Feminismus ist es aus mehreren Gründen über­lebens­wichtig, möglichst viele Frauen zu "persönlich Betroffenen" bzw. Opfern zu machen: diese Frauen sehen in der Folge den institutionalisierten Feminismus als Vertreter ihrer Interessen an und unterstützen ihn z.B. bei Bundestags- oder Landtags­wahlen. Nur auf diese Weise kann (a) die institutionalisierte Macht­position der feministischen Ideologie und (b) die Finanzierung der feministischen Infra­struktur, die in der Größen­ordnung von 10.000 Arbeitsplätzen finanziert, auf Dauer sicher­gestellt werden. Die Inhaberinnen dieser Stellen müssen ein existenzielles Interesse daran haben, soziale Probleme zu konstruieren, die ihren Arbeits­platz und Lebens­unterhalt garantieren.

Der allgegenwärtige Opferstatus von Frauen ist ein Muster­beispiel für ein sozial konstruiertes soziales Problem. "Soziale Probleme" im politischen Kontext sind soziale Fakten, die von einer politischen Mehrheit als relevante Probleme angesehen werden und deren Lösung als vorrangige politische Aufgabe definiert wird, für die also Geld und andere Ressourcen bereit­gestellt werden. Soziale Probleme sind insofern selber Ergebnisse sozialer Prozesse, also sozial konstruiert (s. die drei Entwicklungs­phasen der Problematisierung in Sidler (1999) oder eine ausführliche Darstellung[ext]). Die einschlägigen feministischen Aktivitäten zielen folge­richtig darauf, bei möglichst vielen Frauen ein intensives Gefühl zu erzeugen, ein Opfer gesellschaftlicher Verhältnisse und speziell von Männern, Männer­bünden oder einer Männer­verschwörung zu sein.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Meinungs­bildung durch die Medien. Reale gravierende soziale Probleme werden nicht unbedingt politisch wahrgenommen (z.B. Arbeits­losigkeit und Bildungs­probleme der Unterschicht), anderer­seits werden enorme Summen für Frauen­förder­maßnahmen investiert, um die Karrieren von einigen wenigen Mittel- und Ober­schicht­frauen zu beschleunigen, die kein wirkliches soziales Problem sind.

Eingesetzte Propagandatechniken

Die Techniken, die vor allem medial zur Erzeugung des Opfer­bewußtseins bei Frauen eingesetzt werden, ähneln frappierend den bekannten Methoden der Kriegs­propaganda[ext] (was insofern nicht überrascht, als der dominierende Feminismus an soziologisch unhaltbare Konzepte wie Männer und Frauen als soziale Klassen, das Patriarchat oder die "hegemonialen Männlichkeit" glaubt und von einem durch "die Männer" gegen "die Frauen" geführten Krieg ausgeht, der auch fragwürdigste Gegen­maßnahmen rechtfertigt). Die wichtigsten eingesetzten Techniken sind:

  • Erzeugen von Gruppenbewußtsein ("identity_politics"[ext]),
  • Steuerung der selektiven Wahrnehmung und Interpretation von Nachrichten bis hin zu ausgeprägter Desinformation,
  • Verschieben des Bewertungsrahmens von Vorfällen,
  • Erzeugen von nicht widerlegbaren Vorurteilen gegen Männer, Dämonisierung von Männern,
  • Erzeugen von blindem Vertrauen in feministische Akteure bzw. Propaganda bzw. Immunisierung gegen Fakten, die feministische Dogmen falsifizieren.

Identity Politics

Zentrales Mittel, möglichst vielen Frauen ein Opfer­bewußtsein zu vermitteln, ist die sog. Identity politics[wp] (wörtlich, aber unverständlich eingedeutscht: Identitätspolitik). Am ehesten kann man diesen Begriff mit (Erzeugen von) Gruppen­bewußtsein oder Gruppen­identität übersetzen, d.h. man sieht seine Identität vor allem darin, Mitglied einer abgegrenzten sozialen Gruppe zu sein - hier der Gruppe der Frauen, die von der Gruppe der Männer unterdrückt wird.

Gruppenbewußtsein ermöglicht es, daß sich eine Frau in Hamburg persönlich massiv betroffen fühlt, wenn eine ihr unbekannte Frau in München (oder vielleicht sogar irgendwo in Indien) vergewaltigt wird und daß sie sich als Konsequenz in Hamburg nicht mehr alleine nachts auf die Straße traut. Sharman (2016) beschreibt sehr anschaulich, wie diese Persönlichkeits­veränderung bei ihr verlief.

Zur Erzeugung dieses Gruppenbewußtseins dienen beispielsweise die #Aufschrei- und weitere ähnliche Kampagnen. Identity politics ist in vielen sozialen Bewegungen das zentrale Mittel, um (a) Abneigung bis hin zu Haß auf die jeweils "anderen" und (b) ein "wir-Gefühl" zu erzeugen. Identity politics bewirkt eine oft stark verzerrte Realitäts­wahrnehmung und ist damit - im Gegensatz zu feministischen Selbst­zuschreibungen - anti-emanzipatorisch und das Gegenteil von Aufklärung (s. O'Neill (2015)). Die Identity Politics sind in den USA deutlicher ausgeprägt als bei uns, ihre gesellschaftliche Zerstörungs­kraft wurde 2016 bei der Präsidentenwahl sehr deutlich (s. Lilla (2016)).

Um den Erhalt der Macht und der Arbeitsplätze langfristig sicher­zu­stellen, werden die feministischen Utopien regelmäßig so konstruiert, daß sie praktisch unerfüllbar sind, z.B. durch sich wider­sprechende Anforderungen, wie sich alle Männer zu verhalten haben. Hierdurch wird die Notwendigkeit der revolutionären Bewegung und ihrer "Revolutions­garden" ad infinitum sicher­gestellt.

Desinformation und Angsterzeugung

Um den Opferstatus der Frauen als Kollektiv zu stärken, müssen Männer dämonisiert werden. Hierzu werden altbekannte Propaganda­techniken eingesetzt, z.B. selektive Bericht­erstattung in feministischen Medien in der Zeit oder der Süddeutschen oder Kampf­begriffe wie "Alltags­sexismus". Einige Beispiele:

  • Ein besonders anschauliches Beispiel war die #ausnahmslos-Kampagne: im Gefolge der Ereignisse in der Sylvester­nacht 2015/2016[wp] drohte in der Öffentlichkeit der Eindruck zu entstehen, kriminelle Ausländer bzw. Immigranten seien eine besondere Gefahr für deutsche Frauen und der Lieblings­feind, hetero­sexuelle weiße Männer, geriete aus dem Blickfeld. Chervel (2016) zerlegt den Leittext der ausnahmslos-Kampagne und weist eine große Zahl von Falsch­aussagen, Fehl­schlüssen und Agitationen nach.
  • Der durch seine ZEIT-Kolumne bekannte Bundes­richter Thomas Fischer zerlegte einen der vielen feministischen Artikel, die eine weitere Verschärfung des Sexual­strafrechts zuungunsten von Männern fordern. Fischer kommt zu einer Gesamtkritik an der (Des-)Information in diesem Artikel, aber auch generell an den Mainstream-Medien, der an Schärfe kaum noch überboten werden kann. Stichworte aus dem langen, trotzdem zur Gänze lesens­werten Text sind: "wirre Desinformation ... unsinnige Bericht­erstattung ... Haltlosigkeit der Behauptung eingerahmt wird von Falsch­meldungen" usw. Fischer kommt zur Bewertung: "Das alles ist nichts als Tendenz, Meinung, Verwirrung, in diesem Fall unter Hinzugabe eines ordentlichen Schlucks Aufhetzung. ... Das Beispiel wirkt auf den ersten Blick so, als betreffe es einen besonders eklatanten Fall. Doch das täuscht. Das Zusammenspiel von fehlender Sachkenntnis und strammer Meinung wird hier ... besonders deutlich. Die Ingredienzien unterscheiden sich freilich kaum vom üblichen, durch zahllose Presse­organe strömenden Mainstream."
  • Die krasseren Formen dieser Dämonisierung von Männern weisen eindeutig die Tatbestands­merkmale von Volksverhetzung auf.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Feminismuskritik von Man in the Middle-Blog.