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Christos Pantazis

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Christos Pantazis
Geboren 9. November 1975
Parteibuch Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Beruf Mediziner
Abtreibungs­bewerbungs­gesetz Christos Pantazis stimmte am 24. Juni 2022 im Deutschen Bundes­tag für das Abtreibungs­bewerbungs­gesetz, womit nun das Werben für die Tötung Ungeborener für Ärzte straflos gestellt wurde.
AbgeordnetenWatch Christos Pantazis
URL christos-pantazis.de

Christos Pantazis (* 1975) ist ein griechischer Politiker und Arzt in Deutschland. Und seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages. Zuvor war er von Februar 2013 bis November 2021 Mitglied des Nieder­sächsischen Landtages und dort von November 2017 bis 2021 stell­vertretender Vorsitzender der SPD-Landtags­fraktion.

Berufliches

Er studierte in Hannover, Basel und Ioannina Humanmedizin. Als Abschluss legte er das dritte Staatsexamen ab. Von 2004 bis zu seinem Einzug in den Landtag im Jahre 2013 arbeitete er als Arzt in der Neuro­chirurgischen Klinik am Städtischen Klinikum Braunschweig. 2013 wurde er mit einer Arbeit über die Bio­kompatibilität penetrierender Mikro­elektroden im ZNS am tier­experimentellen Modell unter der Betreuung von Madjid Samii und Steffen Rosahl zum Doktor der Medizin promoviert.

Politisches

1998 trat Pantazis in die SPD ein. Von 2001 bis 2004 hatte er einen Sitz im Ortsrat von Seelze inne und amtiert dort als Vorsitzender der SPD-Fraktion. Von 2003 bis 2005 fungierte er als Sprecher der Jusos im Bezirk Hannover. Außerdem übte er von 2003 bis 2004 das Amt des stell­vertretenden Vorsitzenden der Jusos in Niedersachsen aus. Seit 2015 ist Pantazis Vorsitzender der SPD Braunschweig und ist ebenfalls seit 2019 stell­vertretender Vorsitzender des SPD-Bezirks Braunschweig.

Bei der Landtagswahl 2013 erlangte Pantazis das Direktmandat im Wahlkreis Braunschweig-Nord mit 40,0 % der Stimmen. In der Periode von 2013 bis 2017 bis zur vorzeitigen Auflösung und Neuwahl des niedersächsischen Landtags war Pantazis ordentlisches Mitglied des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung sowie des Ausschusses für Wissenschaft und Kultur. Zwischen 2013 und 2020 hatte Pantazis das Amt des Sprechers der SPD-Landtags­fraktion für Migration und Teilhabe inne. Nach Wieder­einsetzung der Landtags­kommission zu Fragen der Migration und Teilhabe 2014 wurde Pantazis dort Mitglied und stand der Kommission von 2017 bis 2020 vor.

Bei der vorgezogenen Landtagswahl 2017 gewann er den Wahlkreis mit 41,8 % der Stimmen erneut und wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion gewählt. Nach seiner Wiederwahl in den niedersächsischen Landtag bekleidete Pantazis zunächst das Amt des Sprechers für Bundes- und Europa­angelegenheiten und regionale Entwicklung, in dessen Ausschuss er auch Mitglied war. Ab 2017 war Pantazis außerdem Sprecher der "Braunschweiger Gruppe", des Zusammenschlusses der SPD-Landtags­abgeordneten aus der Region Braunschweig. Mit der Neuwahl des Fraktions­vorstandes 2020 übernahm Pantazis die Funktion des Sprechers für den Fachbereich Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung und gehörte dem gleichnamigen Ausschuss an.

Bei der Bundestagswahl 2021 trat Christos Pantazis als Direktkandidat im Wahlkreis Braunschweig und auf Platz 26 der SPD-Landesliste an. Er gewann mit 36,7 % der Erststimmen das Direktmandat und legte im Zuge dessen sein Landtags­mandat nieder. Seine Nachfolger im Amt des Landtags­abgeordneten wurde der für ihn nachgerückte Gerd Ludwig Will[wp]. Im Bundestag ist Pantazis seit Januar 2022 stellvertretender gesundheits­politischer Sprecher der SPD-Bundestags­fraktion und ebenfalls stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technik­folgen­abschätzung.

Privates

Pantazis wuchs mit seinem Zwillingsbruder und seiner Schwester als Sohn griechischer Migranten in Seelze auf. Pantazis war nicht von Geburt an deutscher Staatsbürger und hat sich 2002 einbürgern lassen. Pantazis ist verheiratet und Vater von Zwillingen.

Netzverweise